Tschetschenischer Rebellenführer Radujew gestorben
- Moskau: Todesursache werde noch untersucht
Der wegen Terrorismus und Mord zu lebenslanger Haft verurteilte tschetschenische Rebellenführer Salman Radujew ist in einem russischen Arbeitslager gestorben. Die genaue Todesursache werde untersucht, erklärte das Justizministerium in Moskau am Sonntag. Radujew war in einem Hochsicherheitslager in der Region Perm inhaftiert. Er wurde im März 2000 gefangen genommen.
Im vergangenen Dezember wurde er von einem südrussischen Gericht zu lebenslanger Haft verurteilt. Hauptanklagepunkt war der Überfall auf die südrussische Stadt Kisljar durch tschetschenische Rebellen am Ende des Ersten Tschetschenienkrieges 1996. Bei dem Überfall waren 78 Menschen getötet worden.
Damals hatten die von Radujew befehligten tschetschenischen Untergrundkämpfer hunderte Insassen eines örtlichen Krankenhauses als Geiseln genommen. Radujew machte geltend, er habe nur auf Befehl vom damaligen tschetschenischen Rebellenpräsidenten Dschochar Dudajew gehandelt. Eine Berufungsinstanz bestätigte das Urteil. Radujew wurde 1967 geboren.
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