Sonntag, 15. Dezember 2002

Experte zur Todesliste: In Österreich ist das Mord!

  • Tot oder lebendig! Die geheime Liste des US-Geheimdienstes
  • Terroristen können ohne Rücksprache getötet werden

In Österreich ist das Mord... Das sagt ein Rechtsexperte. Die Welt war empört, als Folgendes bekannt wurde: "Dead or alive" will US-Präsident Bush die Top-Terroristen sehen. Wie im Wilden Westen! Der Geheimdienst CIA verfügt über eine Todesliste mit rund zwei Dutzend Namen. Die Gesuchten - Kaliber wie Osama bin Laden - sind im wahrsten Sinn des Wortes zum Abschuss frei gegeben!

... Nachsatz: Wenn eine Gefangennahme nicht möglich sei oder es zu viele Opfer fordern würde. Das berichtete die "New York Times". Insgesamt stünden auf der bisher geheimen Liste zwei Dutzend Top-Terroristen.

In Österreich gelten die Gesuchten als Mordverdächtige
Eigentlich sei die CIA-Todesliste als Anstiftung zum Mord einzustufen, meinte ein österreichischer Rechtsexperte in einem Radio-Interview. Falles es Beweise gegen einen CIA-Mann gebe, gilt er laut Justizministerium als Mordverdächtiger und werde als als solcher vom heimischen Recht behandelt. Einziger Haken: Agenten "arbeiten" meist so, dass es keine Beweise gibt...

Nach den Terror-Attentaten vom 11. Spetember 2001
Präsident George W. Bush hatte es dem Geheimdienst bereits nach dem 11. September per Erlass ermöglicht, das eigentlich existierende Verbot staatlicher Morde zu umgehen, indem die El-Kaida-Mitglieder als feindliche Kämpfer eingestuft wurden. Diese Ausnahmeregelung nutzte die CIA um in Afghanistan Terroristen zu verfolgen und zu töten.

Mit der jetzt bekannt gewordenen Todesliste ermöglich Bush dem Geheimdienst die Aktionen auf andere Länder wie Jemen auszuweiten. So hatte die CIA im November mit einer ferngelenkten Drohne einen mutmaßlichen El-Kaida-Führer im Jemen getötet.

15.12.2002 07:55