Mehr als 30 Verletzte bei Bombenexplosion im Kosovo
- Hintergründe des Anschlags in Pristina weiter unklar
Bei der Explosion einer Autobombe sind in der Hauptstadt des Kosovo, Pristina, nach Krankenhausangaben mehr als 30 Menschen verletzt worden, sieben von ihnen schwer. Ein Sprecher der UNO-Verwaltung in der jugoslawischen Provinz teilte mit, die Bombe sei am Freitag in dem Vorort Dardania vor einem Restaurant detoniert. In der Gegend werde nach weiteren Sprengsätzen gesucht. Wer hinter dem Anschlag stand, war zunächst unklar.
Der Ministerpräsident des Kosovo, Bajram Rexhepi sprach von einem terroristischen Anschlag. Derartige Anschläge ereigneten sich immer dann, wenn wichtiger Besuch komme, fügte Rexhepi hinzu. Für Samstag wurde eine Delegation des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen im Kosovo erwartet.
Die Provinz wird seit dem Ende der NATO-Luftangriffe auf Jugoslawien im Jahr 1999 von der UNO verwaltet. Seitdem kommt es dort immer wieder zu Gewalttaten. Ziel der NATO-Angriffe war es, die massiven Übergriffe serbischer Einheiten auf die albanische Bevölkerungsmehrheit im Kosovo zu beenden.
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