Mittwoch, 11. Dezember 2002

Ed Fagan hat angeblich finanzielle Probleme

  • In New York 167.000 Dollar schuldig geblieben

US-Anwalt Fagan, zuletzt in Salzburg wegen Winkelschreiberei nicht rechtskräftig zu 1.500 Euro Geldstrafe verurteilt und mit einem Linzer Urteil konfrontiert, dass ihm in Österreich anwaltliche Leistungen untersagt und Honorarvereinbarungen unwirksam macht, hat offenbar Geldsorgen. Wie die "Neue Zürcher Zeitung" jüngst berichtete, blieb er in New York 167.000 Dollar (Euro) schuldig.

Dem Bericht zufolge wurde Fagan von der New Yorker Anwaltskammer in einem Kunstfehlerprozess zu Entschädigungszahlungen in dieser Höhe verurteilt. Durch seinen Anwalt habe Fagan der Kammer mitteilen lassen, dass er in einem "bitteren Scheidungskampf" stehe, pleite sei und deshalb derzeit außer Stande zu zahlen. Er werde aber zahlen, sobald er sein Honorar aus dem Schweizer Bankenvergleich (es geht um die Entschädigung von Holocaust-Überlebenden, Anm.) bekommen habe, heiße es in einem der NZZ vorliegendem Brief vom April.

Laut der Zeitung verlangte Fagan im Namen seiner ersten Mandantin in dieser Angelegenheit und von vier weiteren Klienten Geld in nicht bezifferter Höhe. In einem Brief vom 7. November an den Präsidenten des Bundesgerichts in Brooklyn habe er so getan, als vertrete er weiterhin die Interessen der 73-Jährigen. Die Holocaust-Überlebende sei aber seit Jahren nicht mehr gut auf Fagan zu sprechen: 1998 kam zwar ein Vergleich über 1,25 Milliarden Dollar zu Stande, die Frau hat laut NZZ eigenen Angaben zufolge bisher aber nichts davon erhalten.

11.12.2002 15:12