Samstag, 14. Dezember 2002

Mordalarm in Vorarlberg: Mutmaßlicher Täter gefasst

  • Gendarmerie hatte übers Handy bereits Kontakt zu ihm

Mordalarm gab es für die Gendarmerie am Samstag in Vorarlberg: Ein 79 Jahrer alter Mann war in seiner Wohnung in Frastanz bei Feldkirch tot aufgefunden worden. Ein dringend Tatverdächtiger 33-Jähriger wurde kurze Zeit später festgenommen.

Die Beamten hatten zuvor bereits übers Handy mit ihm Kontakt aufnehmen "und den Zugriff auch von der psychologischen Seite vorbereiten können", so Sicherheitsdirektor Elmar Marent.

Der genaue Tathergang und das Motiv sind noch nicht geklärt, Marent vermutet durch die Umstände aber eine Beziehungstat. Das Opfer und der mutmaßliche Täter hatten zusammen in der Wohnung gelebt und sind "amtsbekannt", wie Marent ohne Details nennen zu wollen, erklärte. Ungewöhnlich ist auf jeden Fall, dass mit dem Flüchtigen telefonischer Kontakt bestand. Marent. "Wir hatten seine Handy-Nummer und ihn übers Handy auch angepeilt." Dieser Kontakt war der Verhaftung vorausgegangen, der Mann habe sich dann auch widerstandslos in der Nähe des Tatorts festnehmen lassen.

Der mutmaßliche Mörder hatte am Samstag Mittag eine Vertrauensperson angerufen und erklärt: "Es ist etwas passiert." Die Person verständigte darauf hin die Gendarmerie, die in der Wohnung schließlich den Toten fand. Auf Grund der Kopfverletzungen des Opfers und weiterer Umstände war ein Unfall auszuschließen.

Noch am Samstag Nachmittag wurde mit der Einvernahme des mutmaßlichen Mörders begonnen. Nähere Erkenntnisse über die Hintergründe der Tat waren nicht vor Sonntag zu erwarten.

14.12.2002 17:10