Belästigung am Telefon: Oberösterreicher verurteilt
- Geständnis zu rund 30 Fällen, 20 Monate bedingte Haft

Wegen sexueller Belästigung von Kindern am Telefon musste sich ein 34-jähriger Landwirt aus dem Bezirk Vöcklabruck in Oberösterreich am Mittwoch in einem Prozess am Landesgericht Steyr verantworten. Laut Anklage liegt ein Geständnis des Mannes zu insgesamt 30 Fällen vor. Er wurde zu 20 Monaten bedingter Haft verurteilt.
Der Landwirt hatte zwischen August 2001 und April 2002 wahllos Telefonnummern in verschiedenen Orten angerufen. Wenn Kinder abhoben - Mädchen wie Buben - versuchte er, sie zu ihren sexuellen Erfahrungen auszufragen beziehungsweise zu sexuellen Handlungen an sich zu überreden. Gleichzeitig befriedigte er sich selbst.
Diese Versuche gelangen ihm nur zum Teil. Etliche der Kinder legten auf oder holten ihre Eltern zu Hilfe. Diese erstatteten Anzeige, und es wurde eine Telefonüberwachung eingerichtet. So wurde der mutmaßliche Täter auch ausgeforscht. In den Verhören legte er ein Geständnis über rund 30 derartige Anrufe ab.
Am Mittwoch musste er sich wegen des Verbrechens des teils versuchten, teils vollendeten sexuellen Missbrauches von Unmündigen vor Gericht verantworten. Die Öffentlichkeit wurde nach dem Vortrag der Anklage ausgeschlossen.
Der Angeklagte wurde schuldig im Sinne der Anklage gesprochen. Er erhielt eine bedingte Strafe von 20 Monaten Haft. Er nahm das Urteil an, der Staatsanwalt gab keine Erklärung ab. Der Spruch ist somit noch nicht rechtskräftig.
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