Montag, 9. Dezember 2002

Studie rechnet mit Lkw-Lawine über Österreich bis 2010

  • Verdreifachung des Lkw-Verkehrs in Ostösterreich erwartet
  • Lkw-Belastung am Brenner soll um 16 Prozent steigen

Österreich droht in den kommenden Jahren ein enormer Anstieg des Lkw-Verkehrs. In Ostösterreich wird ohne Gegenmaßnahmen eine Verdreifachung des Lkw-Verkehrs bis zum Jahr 2010 prognostiziert. Am Brenner soll der Lkw-Verkehr ohne zufriedenstellende Lösung beim Transitvertrag um 16 Prozent oder fast 1.000 Lkw pro Tag steigen, so der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) unter Berufung auf jüngste Untersuchungen.

Somit würden demnach 2010 am Brenner an einem durchschnittlichen Werktag 6.600 durchs Tal rollen, am Semmering 6.400 (plus 248 Prozent), in Bruck an der Leitha 7.700 (plus 235 Prozent) und über den A1-Knoten St. Pölten gar 14.500 (plus 73 Prozent).

"Der Gipfel der Lkw-Belastung ist leider noch nicht erreicht", meint der VCÖ in einer Pressemitteilung. Nach Ansicht des Verkehrsclubs ist es "im wahrsten Sinn des Wortes höchste Eisenbahn, dass auf EU-Ebene und auch in Österreich wirksamere Maßnahmen gegen die Lkw-Belastung gesetzt werden." Der VCÖ fordert eine Beibehaltung der Obergrenze im Transitvertrag, die rasche Änderung der EU-Wegekostenrichtlinie nach Schweizer Vorbild sowie den vorrangigen Ausbau der Bahn in Österreich.

9.12.2002 14:03