Zuwanderung: Haider verlangt restriktives Vorgehen
- Landeshauptmann beruft sich auf WIFO-Gutachten
"Höchste Sensibilität und Zurückhaltung" bei den Zuwanderer- und Saisoniersquoten für das kommende Jahr verlangte der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider von Innenminister Ernst Strasser (V) und Arbeitsminister Martin Bartenstein (V). Auch mehr Transparenz sei unbedingt notwendig.
Haider beruft sich auf ein Gutachten des Institutes für Wirtschaftsforschung (WIFO), laut dem die Ausweitung der Ausländerbeschäftigung 2002 mit einem Verdrängungswettbewerb verbunden gewesen sei. Eine ähnliche Situation habe es in den frühen neunziger Jahren gegeben, als die Nachfrageentwicklung im Inland mit dem Zustrom von Ausländern nicht mithalten habe können. Die Zahl der registrierten arbeitslosen Ausländer steige seit 2001 mehr oder weniger kontinuierlich, so das WIFO.
Zusätzlich kommen laut WIFO aber nicht zuletzt infolge der Ausweitung der Saisonkontingente mehr und mehr Arbeitswillige aus dem Ausland auf den österreichischen Arbeitsmarkt. Das verstärke die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt der Ausländer mit geringen Qualifikationen, was sich zuerst in einer Anhebung der Arbeitslosigkeit (Verdrängungswettbewerb) niederschlage, in weiterer Folge mit einer Senkung der Löhne der Hilfsarbeitertätigkeit verbunden sei, so Haider.
Haider wies gegenüber dem Landespressedienst darauf hin, dass nun auch das WIFO empfehle, bei der Gewährung von befristeten Aufenthaltsgenehmigungen für Drittstaatsangehörige Zurückhaltung walten zu lassen, wenn man einen Anstieg der Ausländerarbeitslosigkeit verhindern wolle. Besonders betroffen seien die Branchen Fremdenverkehr, Land- und Forstwirtschaft sowie die Bauwirtschaft.
Haider verlangte auch eine höhere Transparenz bei der Zuwanderung. Lediglich 15 Prozent der Aufenthaltsbewilligungen werde nämlich über Zuwanderungsquoten geregelt. Die große Masse des Zustroms sei demnach quotenfrei, macht der Landeshauptmann geltend
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