Weltweites Abkommen zum Handy-Recycling
- Absichtserklärung soll am Montag unterzeichnet werden
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Die Wiederverwertung von Handys soll zukünftig weltweit geregelt werden. Wie das Bundesumweltministerium am Freitag in Berlin mitteilte, wollen sich zehn große Handyhersteller, darunter Siemens, bereit erklären, Rücknahmesysteme sowie das Recycling von Mobiltelefonen auf den Weg zu bringen. Die Industrie wolle mit Netzbetreibern zusammenarbeiten. Eine Absichtserklärung solle auf der am Montag beginnenden Vertragsstaatenkonferenz des Basler Übereinkommens in Genf unterzeichnet werden.
Das Übereinkommen regelt als UNO-Konvention weltweit den grenzüberschreitenden Verkehr von gefährlichen Abfällen. Seit seinem Inkrafttreten 1992 seien die illegalen Abfallexporte stark zurückgegangen, teilte das deutsche Umweltministerium dazu mit. Deutschland habe bereits alle Regelungen des Basler Übereinkommens umgesetzt. Dazu gehöre das Verbot, gefährliche Abfälle wie Altchemikalien, Altpestizide und Elektronikschrott aus Industriestaaten in Entwicklungsländer zu exportieren.
Diskussionspunkt: Abfallentsorgung
Auf der fünftägigen Konferenz in Genf werde auch über umweltgerechtes Abfallmanagement sowie Maßnahmen zur Reduktion der Abfallmengen und -exporte diskutiert. "Unkontrollierte Abfallentsorgung stellt eines der größten weltweiten Umweltprobleme dar", erklärte das Ministerium. Der Ressourcenverbrauch sowie die Belastung von Gewässern, Böden und der Atmosphäre bedrohe die Lebensbedingungen in vielen Staaten massiv. Ein weiterer Punkt der Beratungen sei deshalb, ob sich das Basler Übereinkommen zu einem umfassenden Abfall-Übereinkommen weiter entwickeln lasse.
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