Siemens: Steigender Marktanteil bei Handys
- Geringere Sonderertäge belasetn Ergebnis 2003
Die Siemens AG rechnet nach den Worten ihres Vorstandsvorsitzenden Heinrich von Pierer im laufenden Geschäftsjahr mit einem steigenden Marktanteil bei Mobiltelefonen. Zugleich bekräftigte der Konzern seine Renditevorgaben für die einzelnen Teilbereiche, gab aber erneut keinen konkreten Ertragsausblick für 2002/03 ab.
Von Pierer sagte am Donnerstag in München, er rechne für das laufende Jahr 2002/03 (zum 30. September) mit einem Absatz über der Vorjahresmarke von 33 Mio. Handys. Der Weltmarktanteil solle auf mehr als neun von zuletzt 7,8 Prozent steigen. Von Pierer zufolge plant Siemens im Mobilfunk-Bereich weitere Kooperationen. Berichte, wonach Siemens mit Motorola darüber verhandle, seine Handy-Fertigung im Tausch gegen Motorola-Aktivitäten abzugeben, kommentierte der Vorstandschef nicht. Siemens und Motorola kooperieren bereits bei der neuen Handy-Generation UMTS.
Die Siemens-Aktie legte bis zum Mittag um 0,5 Prozent auf 49,45 Euro zu, während der Deutsche Aktienindex DAX zur gleichen Zeit um 1,6 Prozent im Plus notierte.
Obowhl das konjunkturelle Umfeld auch 2003 anspruchsvoll bleibe, gelte weiter das Ziel, die Ergebnisse der operativen Bereiche im laufenden Jahr zu verbessern, sagte von Pierer weiter. Das zentrale Ergebnis aber werde unter anderem wegen deutlich geringerer Sondererträge stärker belastet sein. Zugleich gehe Siemens 2002/03 wegen Firmenverkäufen und der Konjunkturflaute von einem Rückgang des Geschäftsvolumens aus. Dies stelle aber keine Trendwende hin zu sinkenden Umsätzen bei dem bisher wachstumsstarken Industriekonzern dar. "Ob wir uns darauf auf Dauer einstellen? Natürlich nicht", sagte von Pierer.
Das Münchner Dax-Schwergewicht hatte bereits Mitte November die Zahlen für das Geschäftsjahr 2001/02 vorgelegt, denen zufolge der Überschuss um 24 Prozent auf 2,597 Mrd. Euro stieg. Zehn von 14 Siemens-Bereichen konnten dabei ihre operative Ergebnismarge gegenüber dem Vorjahr verbessern. Der Konzernumsatz sank zugleich um drei Prozent auf 84,016 Mrd. Euro. Bereits Mitte November hatte Siemens angekündigt, dass die Industriebereiche Dematic und I&S ihre ursprünglich für 2003 erwarteten Zielrenditen erst ein Jahr später erreichen werden.
Weitere Informationen:
Dalai Lama in Österreich10:26
Keine Angst vor ChinaAußenministerium reagiert auf Chinas Empörung betont gelassen
Michael Schumacher18:02
"Der alte Hund"Niki Lauda zog seine rote Kappe vor dem Deutschen. Seine Pole fand er "sensationell".
Mordalarm in Wien12:03
Zu Tode geprügeltMann sagte nach Schlägerei bei der Polizei aus - nun folgte die Rache

