Mittwoch, 4. Dezember 2002

T-Mobile Austria für Weihnachtsgeschäft optimistisch

  • Pölzl: Markenumstellung brachte mehr Geschäftskunden
  • Mobile Lösungen im Testbetrieb bei NÖ Hilfswerk und AXA

Österreichs zweitgrößter Mobilfunkbetreiber, T-Mobile Austria, steht dem heurigen Weihnachtsgeschäft optimistisch gegenüber. Das Weihnachtsgeschäft sei "natürlich nicht mehr vergleichbar" mit den Boom-Jahren 1999 und 2000, man liege heuer bisher aber "etwas über dem Niveau des Vorjahres", sagte T-Mobile Austria-Geschäftsführer Georg Pölzl am Mittwoch zur APA. Zuwächse würden sowohl von Vertragsverlängerungen als auch von Wechsel- bzw. Neukunden kommen.

Knapp acht Monate nach der Markenumstellung von max.mobil auf T-Mobile Mitte April 2002 zieht Pölzl eine positive Bilanz: Es habe keine der befürchteten negativen Auswirkungen gegeben, die Kundenzahl sei vor allem im Geschäftskundenbereich gestiegen. T-Mobile betreue derzeit 2,1 Mio. Kunden. Von der rund 1 Mio. Vertragskunden seien rund ein Drittel Geschäftskunden, etwas weniger als 100.000 Kunden würden derzeit GPRS nützen. Die Zahl der Geschäftskunden, die über ein virtuelles Unternehmensnetzwerk (VPN) telefonieren, sei seit der Markenmigration um 12 Prozent auf 120.000 Teilnehmer in mehr als 5.000 Unternehmen gestiegen.

T-Mobile Austria hat heute - zusammen mit den Testkunden Niederösterreichisches Hilfswerk und AXA Versicherung - zwei mobile Lösungen für Unternehmen mit Außendienstmitarbeitern vorgestellt, bei denen u.a. der Zugriff auf Daten aus dem Firmennetzwerk, das Versenden und Empfangen von E-Mails und die Aktualisierung von Kalendereinträgen über einen Mobile Digital Assistent (MDA) und den BlackBerry-Handheld möglich ist. "Die Kommunikationskosten für Außendienstmitarbeiter werden dadurch weniger", ist Pölzl überzeugt. Das Potenzial an mobilen Mitarbeitern sieht der Mobilfunkbetreiber bei 400.000 Personen.

Zur vom Mitbewerber One beim Handelsgericht erwirkten Einstweiligen Verfügung gegen die Mobilkom Austria wegen der Werbung zur diesjährigen Weihnachtsaktion über einen Monat Gratistelefonieren meinte Pölzl: "Die Botschaft ist wirklich irreführend, aber das sind wir bei der Mobilkom gewohnt".

4.12.2002 13:58