Thomas Gottschalk: Geheimnisse eines Phänomens
- PLUS: "Wetten, dass?" in Wien mit großem Staraufgebot
Das Porträt des Entertainers, der am 7. 12. mit „Wetten, dass …?“ nach Wien kommt.
Fernsehen bedeutet heute: mehr Kanäle als in Venedig, Fluten an Belanglosem, verwechselbar, inflationär, spurlos wegzuzappen. Außer wenn Thomas Gottschalk kommt: Da ist Fernsehen noch das Besondere, Gesprächsstoff für ein ganzes Land. Wenn am 7. Dezember der unsinkbare Quotenhit „Wetten, dass …?“ zum dritten Mal aus der Wiener Stadthalle übertragen wird, artet die Causa ganz von selber ins Superlativische aus: Ein Entertainer wie kein zweiter im deutschen Sprachraum versammelt Stars, die man in solcher Dichte nicht einmal in Las Vegas bekäme, zu einer Show, die längst Einzigartigkeitscharakter hat.
Phänomen Gottschalk
Thomas Gottschalk aber ist einer der letzten Fernsehstars in einer Zeit, da nicht mehr viel dazugehört, im Fernsehen ein Star zu sein. Ein Mann wie der heute Zweiundfünfzigjährige scheint da aus einer anderen Galaxie zu kommen. Seit fünfzehn Jahren produziert er Pointen, für die sich selbst der verewigte Kulenkampff nur ganz selten hätte genieren müssen. TV-Großmeister Helmut Thoma, der ihn einst als RTL-Chef für die „Late Night Show“ verpflichtete: „Gottschalk ist ein einsamer Meister in seiner Klasse, weil er der Einzige ist, der spontan unterhalten und treffend formulieren kann. In dieser Form gibt es so etwas nicht mehr.“ Und Gottschalk selbst im NEWS-Interview: „Das Florett liegt mir näher als der Hammer!“
U. Macher / K. Lehner
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