Mittwoch, 4. Dezember 2002

Thomas Gottschalk: Geheimnisse eines Phänomens

  • PLUS: "Wetten, dass?" in Wien mit großem Staraufgebot

Das Porträt des Entertainers, der am 7. 12. mit „Wetten, dass …?“ nach Wien kommt.

Fernsehen bedeutet heute: mehr Kanäle als in Venedig, Fluten an Belanglosem, verwechselbar, inflationär, spurlos wegzuzappen. Außer wenn Thomas Gottschalk kommt: Da ist Fernsehen noch das Besondere, Gesprächsstoff für ein ganzes Land. Wenn am 7. Dezember der unsinkbare Quotenhit „Wetten, dass …?“ zum dritten Mal aus der Wiener Stadthalle übertragen wird, artet die Causa ganz von selber ins Superlativische aus: Ein Entertainer wie kein zweiter im deutschen Sprachraum versammelt Stars, die man in solcher Dichte nicht einmal in Las Vegas bekäme, zu einer Show, die längst Einzigartigkeitscharakter hat.

  • Auf der Bühne Robbie Williams, Shakira, Lionel Richie, Phil Collins und Santana;

  • auf der Couch abermals Testosteronbomber Williams, Michael Schumacher, Niki Lauda, Anke Engelke, Hannelore Elsner und – nach Brandauers Absage wegen der „Hamlet“-Proben an der „Burg“ – Rainhard Fendrich.

  • 15.000 wären gern gekommen, doch die Halle D fasst nur 3.157 Besucher.

  • Der Aufbautrupp hatte nur zehn Tage Zeit zur Verfügung, um eine der aufwendigsten und teuersten TV-Shows zur Perfektion zu bringen: Die Kosten allein für die Kulissen der Showacts belaufen sich auf 150.000 Euro.

  • Erwartet werden 14 Millionen Seher in Deutschland und, aliquot, 1,4 Millionen in Österreich.

    Phänomen Gottschalk
    Thomas Gottschalk aber ist einer der letzten Fernsehstars in einer Zeit, da nicht mehr viel dazugehört, im Fernsehen ein Star zu sein. Ein Mann wie der heute Zweiundfünfzigjährige scheint da aus einer anderen Galaxie zu kommen. Seit fünfzehn Jahren produziert er Pointen, für die sich selbst der verewigte Kulenkampff nur ganz selten hätte genieren müssen. TV-Großmeister Helmut Thoma, der ihn einst als RTL-Chef für die „Late Night Show“ verpflichtete: „Gottschalk ist ein einsamer Meister in seiner Klasse, weil er der Einzige ist, der spontan unterhalten und treffend formulieren kann. In dieser Form gibt es so etwas nicht mehr.“ Und Gottschalk selbst im NEWS-Interview: „Das Florett liegt mir näher als der Hammer!“

    U. Macher / K. Lehner

    Die ausführliche Story lesen Sie im neuen NEWS.

    Außerdem:

  • Gottschalk: "Das Florett liegt mir mehr als der Hammer"

    4.12.2002 14:54