Überraschender Fluglotsenstreik in Griechenland
- Allein in Athen 360 von insgesamt 400 Destinationen betroffen
- Wien: Auswirkungen hielten sich in Grenzen
In Griechenland ist Donnerstag früh wegen eines erst in der Nacht ausgerufenen 24-stündigen Fluglotsenstreiks Chaos im Luftverkehr ausgebrochen. Wie der griechische Rundfunk berichtete, seien allein in Athen 360 von insgesamt 400 Flügen betroffen. Nur einer pro Richtung werde stattfinden, hieß es.
Für den Wiener Flughafen hielten sich die Auswirkungen der überraschenden Arbeitsniederlegung der griechischen Fluglotsen in engen Grenzen. Zwar musste nach Angaben von Airport-Sprecher Hans Mayer der für Donnerstag 10.25 Uhr geplante Flug nach Saloniki abgesagt werden. Die beiden Maschinen nach Athen an diesem Tag (10.35 Uhr und 11.40 Uhr) sollten aber planmäßig starten.
Zahlreiche Luftlinien protestierten, weil die Gewerkschaft der Fluglotsen erst um 23.00 Uhr am späten Mittwochabend ihre Mitglieder zum Streik aufrief. "Uns wurde keine Zeit gegeben unsere Kunden rechtzeitig zu benachrichtigen", sagte ein Sprecher der staatlichen griechischen Luftlinie Olympic Airways im Radio.
Die griechischen Fluglotsen schlossen sich einem Streik der Staatsangestellten in Griechenland an. Auch Schulen und Ministerien bleiben an diesem Donnerstag zu. Die Gewerkschaft der Beamten Griechenlands (ADEDY) fordert Lohnerhöhungen, die die Einkommensverluste durch die Inflation (3,6 Prozent) ausgleichen.
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