Austro-Tourismus 2002 mit Rekordergebnis
- Österreich steigerte im Europavergleich Marktanteil
- Aussichten für 2003 aber gedämpft
·Tourismus
Wien 2002 mit Minus von 0,4%
·Top-Platz
Österreich "höchste Tourismusdichte"
Der österreichische Tourismus hat im abgelaufenen Jahr 2002 mit einem Umsatzplus von 4,6 Prozent und einem Nächtigungszuwachs von 1,4 Prozent Nächtigungen ein neues Rekordergebnis erzielt. Wegen der anhaltenden Konjunkturschwäche sowie den Auswirkungen der Hochwasserschäden und der Kriegsängste um den Irak-Konflikt auf das Reiseverhalten sind die Aussichten für 2003 aber gedämpft.
Die Irakkrise bringe zwar positive Effekte für Österreich als sicheres und für europäische Länder auf dem Landweg erreichbares Urlaubsland, allerdings könne ein möglicher Irakkrieg auch die allgemeine Stimmungslage beeinflussen und die Lust auf Urlaub nehmen, meinte Tourismusstaatssekretärin Rossmann in Wien.
Die "langandauernde Konjunkturschwäche" wirke sich vor allem auf den Hauptherkunftsmarkt Deutschland aus, was sich im Sommer 2003 zwar in einem leichten Umsatzplus von 2 bis 3 Prozent, aber in einem Nächtigungsrückgang niederschlagen könnte, meint der Tourismusexperte des Wirtschaftsforschungsinstituts, Egon Smeral. In der laufenden Wintersaison 2002/03 sei insgesamt mit einem 5-prozentigen Umsatz zu rechnen.
Kriegsängste beeinflussen Reiseverhalten
Die Ausländernächtigungen stiegen 2002 um 2,5 Prozent auf 85,8 Mio., die Inländernächtigungen gingen aber um 1,4 Prozent auf 31,0 Mio. zurück. Der Tourismusexperte der Statistik Austria, Peter Laimer, führt dies zum Teil auf die Hochwasserfolgen zurück. Bei Gästen aus den Hauptherkunftsmärkten - Deutschland (46 Prozent), Niederländer (7 Prozent), Schweizer und Briten (je 2,8 Prozent) und Italiener (2,4 Prozent) - wurden 2002 durchwegs Zuwächse verzeichnet. 1,1 Prozent der Gäste kamen im Vorjahr aus den USA, die Nächtigungen von US-Gästen gingen um 15 Prozent zurück.
Inländernächtigungen gingen zurück
Die Ausländernächtigungen stiegen 2002 um 2,5 Prozent auf 85,8 Mio., die Inländernächtigungen gingen aber um 1,4 Prozent auf 31,0 Mio. zurück. Der Tourismusexperte der Statistik Austria, Peter Laimer, führt dies zum Teil auf die Hochwasserfolgen zurück. Nach Bundesländern gewannen 2002 vor allem Kärnten, Tirol, Salzburg, Burgenland und die Steiermark, während Wien, Oberösterreich und Niederösterreich verloren. Ankünfte stiegen 2002 um 1,7 Prozent auf 27,3 Mio.
Bei Gästen aus den Hauptherkunftsmärkten - Deutschland (46 Prozent), Niederländer (7 Prozent), Schweizer und Briten (je 2,8 Prozent) und Italiener (2,4 Prozent) - wurden 2002 durchwegs Zuwächse verzeichnet. 1,1 Prozent der Gäste kamen im Vorjahr aus den USA, die Nächtigungen von US-Gästen gingen um 15 Prozent zurück.
Die Aufenthaltsdauer der Gäste blieb 2002 unverändert. Ausländische Gäste urlaubten im Schnitt 4,6 Tage in Österreich, inländische 3,5 Tage. Deutsche Gäste bleiben im Schnitt 5,2 Tage in Österreich, niederländische 6,2 Tage und italienische nur 2,8 Tage.
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