US-Autogeschäft im November rückläufig
- Chrysler, Porsche, VW, GM und Ford melden geringeren Absatz
Angesichts der Konsumflaute in Nordamerika ist auch der Absatz von Autos im November deutlich zurückgegangen. Sowohl Chrysler, Porsche, VW, General Motors als auch Ford sind betroffen.
Die Ford Motor Co, Dearborn, hat in den USA im November 2002 mit 261.705 (313.906) Fahrzeugen 16,6 Prozent weniger verkauft als ein Jahr zuvor. Gestiegen sind dabei die Verkäufe der verbesserten Typen Ford Expedition und Lincoln Navigator, teilte Ford am Dienstag mit. Der Pkw-Absatz entwickelte sich um 21 Prozent rückläufig und erreichte im Berichtsmonat 88.201 (111.696) Einheiten. Der Nutzfahrzeugabsatz sank um 14,2 Prozent auf 173.504 (202.210) Stück.
Porsche
Auch der Sportwagenhersteller Porsche hat im November deutlich weniger Fahrzeuge verkauft als vor Jahresfrist. In der für Porsche mit Abstand wichtigsten Region USA und Kanada seien insgesamt 1.676 Modelle 911 und Boxster ausgeliefert worden und damit neun Prozent weniger als im gleichen Vorjahresmonat, teilte das Unternehmen am Dienstagabend in Stuttgart mit. Beim Modell Boxster sei dabei ein Rückgang von 21 Prozent verzeichnet worden.
Porsche begründete dies vor allem mit der "derzeit unbefriedigenden Wirtschaftslage in den USA". Gleichwohl bleibe das Unternehmen mit Blick auf die erwartete Konjunkturerholung in Nordamerika für das laufende Geschäftsjahr zuversichtlich, hieß es.
Chrysler Group
Der US-Absatz der Chrysler Group hat im November einen Rückgang um zwölf Prozent auf 158.839 Fahrzeuge von 173.361 im Vorjahresmonat verzeichnet. Die Nutzfahrzeugverkäufe in den USA seien um 13 Prozent auf 125.973 (138.536) gefallen, teilte die Tochter der DaimlerChrysler AG, Stuttgart, am Dienstagabend mit. Beim Pkw-Absatz habe der Rückgang neun Prozent auf 32.866 (34.825) Automobile betragen. Im November 2002 habe es 26 Verkaufstage gegeben, im Vorjahresmonat jedoch nur 25 Tage.
Bei der Produktionsplanung im vierten Quartal stehe keine große Veränderung an, sagte Gary Dilts, Senior Vice President of Sales auf einer Telefonkonferenz. Weitere verkaufsfördernde Maßnahmen seien nicht geplant, da Chrysler derzeit schon "ziemlich aggressiv" sei.
Volkswagen
Der Autokonzern Volkswagen hat im November in den USA 17,3 Prozent weniger Fahrzeuge der Marke Volkswagen abgesetzt als im Vorjahreszeitraum. Der Wolfsburger Automobilkonzern teilte am Dienstagabend mit, Volkswagen of America habe im November 22.702 Fahrzeuge in den USA verkauft. Von Jänner bis November seien insgesamt 312.260 Fahrzeuge nach 326.285 Fahrzeugen im Vorjahr verkauft worden.
General Motors Corp
Die General Motors Corp (GM), Detroit, hat für den November 2002 einen 18,2-prozentigen Absatzrückgang ausgewiesen, zugleich aber die Prognose für die Kfz-Produktion im vierten Quartal erhöht. Der Pkw-Absatz im vergangenen Monat sei um sechs Prozent auf 137.400 (140.600) Einheiten gefallen, teilte der US-Automobilkonzern am Dienstag mit. Beim Nutzfahrzeugabsatz habe sich ein Minus von 26 Prozent auf 171.900 (223.200) Einheiten ergeben.
Die Nordamerika-Produktion werde im vierten Quartal 1,415 Mio. Einheiten erreichen und damit 5.000 höher ausfallen als noch im vergangenen Monat angekündigt. Hergestellt würden im Zeitraum Oktober bis Dezember damit 600.000 Pkw und 815.000 Lkw. Im vierten Quartal 2001 lag die GM-Produktion bei 1,294 Mio Einheiten, darunter 573.000 Pkw und 721.000 Nutzfahrzeuge. Allein im November erreichte die GM-Produktion in Nordamerika 465.000 (446.000) Einheiten.
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