Montag, 2. Dezember 2002

Handwerker-Preise in vielen Branchen gestiegen

  • AK-Test nahm 159 Wiener Betriebe unter die Lupe
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Schrauben, drehen, schleifen, hämmern bringt seit der Euro-Einführung noch mehr Geld. Denn Handwerker-Preise sind - laut einem AK Test - im Vergleich zum Vorjahr erheblich teurer geworden. In manchen Fällen bis zu 83 Prozent! Die AK testete 159 Wiener Handwerker.

Die Arbeiterkammer fordert nun das Wirtschaftsministerium auf, die Preise schärfer kontrollieren. Außerdem will die AK diese Ergebnisse der Europreiskommission melden. Das Eurogesetz, das eurobedingte Verteuerungen verbietet, gelte ja noch bis Jahresende.

Handwerk habe nicht nur goldenen Boden, sondern auch goldene Preise. Denn im Vergleich zum Vorjahr hätten sich die Stundensätze bei vielen Handwerkern beachtlich erhöht, während die Istlöhne um maximal 2,7 Prozent gestiegen seien: Stark verteuert hätten sich die Stundenpreise beim Tischler (um durchschnittlich acht Prozent), Schuster (um durchschnittlich knapp sieben Prozent), Fliesenleger und Elektroinstallateur (im Durchschnitt um plus sechs Prozent) sowie bei den Installateuren mit Vertragswerkstätten (durchschnittlich um knapp fünf Prozent).

Moderate Preiserhöhungen gäbe es beim Thermen-Kundendienst (durchschnittlich um knapp drei Prozent) und Parkettbodenleger (im Durchschnitt um zwei Prozent).
Geringfügig billiger geworden seien Maler und Frisöre.

Die AK rät, die Preise bei den Handwerkern zu vergleichen. Ein Angebotsvergleich kann Bares bringen.

2.12.2002 11:29