Real Madrid gewinnt zum dritten Mal Weltpokal
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Von Real Madrid über
Liverpool bis Barcelona
Champions-League-Sieger Real Madrid beendet sein 100-jähriges Vereinsjubiläum als beste Mannschaft der Welt. Die "Königlichen" haben am Dienstag in Yokohama dank Toren von Superstar Ronaldo (14.) und Guti (84.) Olimpia Asuncion aus Paraguay mit 2:0 besiegt und sich damit nach 1960 und 1998 zum dritten Mal den Weltcup gesichert. Die Spanier schlossen damit zu den bisherigen Rekordgewinnern AC Milan sowie Penarol und Nacional Montevideo aus Uruguay auf.
Umjubelter Held im International Stadium war Weltmeister Ronaldo, der gut fünf Monate nach dem WM-Triumph gegen Deutschland eine glorreiche Rückkehr an die Stätte seines größten Erfolges feierte. Sein 1:0 war der erste Treffer für die Madrilenen nach zuletzt drei Spielen ohne Torerfolg. "Ich bin begeistert. Dieses Stadion hat mir schon bei der WM Glück gebracht, und jetzt is sie mir wieder gelegen. Wir haben gut gespielt und wollen im nächsten Jahr wieder kommen, sagte der 26-jährige Brasilianer.
Weltfußballer des Jahres 2002
Daneben erreichte ihn auch aus der Heimat eine erfreuliche Nachricht. Laut einem Bericht im Sportblatt "O Globo" soll er von der FIFA zum Weltfußballer des Jahres 2002 gekürt werden. Angeblich wurde Brasiliens Verband von der FIFA informiert, womit sich Ronaldo gegen Oliver Kahn und Zinedine Zidane durchgesetzt hätte.
Für 45 Millionen Euro von Inter
Ronaldo zahlte mit dem Führungstreffer gleichzeitig die erste Rendite an den Madrider Traditionsklub zurück. Nachdem er im Sommer für 45 Millionen Euro von Inter Mailand zu Real gewechselt war, konnte der WM-Torschützenkönig die hochgesteckten Erwartungen kaum erfüllen. In der Primera Division liegen die Madrilenen auf einem enttäuschenden siebenten Platz mit acht Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Real Sociedad San Sebastian.
Außenseiter bot Paroli
Vor 69.000 Zuschauerm war der Erfolg "Königlichen" allerdings hart umkämpft. Der Außenseiter aus Paraguay, der ebenfalls sein 100-jähriges Vereinsjubiläum feiert, bot dem Starensemble von Vicente Del Bosque überraschend gut Paroli und hatte in der ersten Hälfte sogar die besseren Chancen. Doch Rodrigo Lopez traf nur den Pfosten (14.) und Nationalspieler Rafael Benitez scheiterte an Real-Schlussmann Iker Casillas (41.).
"Weißes Ballet" mit allen Assen
Doch der 28fache spanische Meister, der mit Luis Figo, Zinedine Zidane, Raul sowie den Weltmeistern Roberto Carlos und Ronaldo alle Asse angerückt war, wurde letzlich seiner Favoritenrolle gerecht. Ronaldo schloss eine Kombination von Figo, Zidane und Raul erfolgreich zum 1:0 ab und ein Guti-Kopfball nach Vorlage von Figo sorgte für die Entscheidung.
Siegprämie von 48.000 Euro
Die Real-Profis erhalten für den Triumph von Yokohama eine Siegprämie in Höhe von 48.000 Euro, die allerdings im Vergleich zu den 510.861 Euro bei einem möglichen Champions-League-Sieg eher nur ein "Taschengeld" darstellen. Mit diesem Erfolg hat Real jedenfalls die Vorherrschaft der europäischen dokumentiert. Von den jüngsten acht Endspielen triumphierten sieben Mal die europäischen Teams, die damit gegen Südamerika auf 20:21 verkürzten.
Real Madrid - Olimpia Asuncion 2:0 (1:0)
Yokohama, 69.000 Zuschauer, SR Simon (BRA)
Tore: Ronaldo 13., Guti 84.
Real Madrid: Casillas - Salgado, Hierro, Helguera, Roberto Carlos - Cambiasso (90. Pavon), Makelele - Figo, Raul, Zidane (86. Solari) - Ronaldo (82. Guti)
Olimpia Asuncion: Tavarelli - Isasi, Caceres, Zelaya, Jara - Orteman, Enciso, P. Benitez (80. Caballero), Cordoba (65. Baez) - M. Benitez, Lopez
Gelbe Karten: Roberto Carlos bzw. Caceres
Beste Spieler: Ronaldo, Raul bzw. Tavarelli
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