Sonntag, 8. Dezember 2002

Formel 1: Zukunft von Gerhard Berger weiterhin offen

  • BMW-Motorsportdirektor: "Will einfach mal in Ruhe nachdenken"

Die Zukunft von Gerhard Berger in der Formel 1 ist weiterhin offen. Der Fünfjahres-Vertrag des Tirolers als BMW-Motorsportdirektor läuft zur Jahresmitte ab, wie es dann weitergeht, weiß der frühere Formel-1-Pilot selbst noch nicht. "Ich will einfach mal in Ruhe nachdenken", erklärte der Tiroler, der entscheiden will, ob er erneut ein langfristiges Engagement eingeht oder nach 20 Jahren im Motorsport seiner Familie mehr Zeit widmet.

"Vielleicht balanciere ich mein Leben ein wenig aus", meinte der 43-Jährige, der sich aber keinesfalls ins Rentnerdasein zurückziehen will. Im Falle eines Weitermachens gibt es aber nur Vollgas: "Wenn ich Rennsport mache, mache ich es 120 Prozent und nicht irgendwie halb."

Auf österreichischem Boden meldeten sich am Wochenende die Schumacher-Brüder zu Wort. Weltmeister Michael war in Wien bei Thomas Gottschalk und "Wetten, dass...?" zu Gast und erklärte, dass er die allgemeinen Klagen, die Formel 1 sei langweilig geworden, gern in Kauf nimmt: "Ich habe schon andere Probleme gehabt. Ich genieße es, momentan dieses Problem zu haben." Mit einer Vorherrschaft wie in der abgelaufenen Saison rechnet der Champion aber ohnehin nicht mehr: "Die Konkurrenz wird nicht schlafen."

Sein Bruder Ralf wirft hingegen im Kampf um den WM-Titel die Flinte schon lange vor Saisonbeginn (9. März Melbourne) ins Korn. "Nächstes Jahr wird es auf keinen Fall klappen, das zu behaupten wäre vermessen. Da muss ich mich noch gedulden", meinte der BMW-Williams-Pilot am Wochenende bei der Jahresabschluss-Veranstaltung seines Teams in Kitzbühel. Zumindest privat schien der Rennfahrer jedoch sehr flott gewesen zu sein. Nach Angaben des ORF und der "Bild am Sonntag" soll Schumacher auf dem Weg zur Weihnachtsfeier auf der Landstraße 50 km/h zu schnell gefahren sein. Dem 27-Jährige drohe Führerschein-Entzug, hieß es weiter. Ralf Schumacher erklärte: "Kein Kommentar."

Berger formulierte die Saisonziele folgendermaßen: "Wir wollen Ferrari einholen. Es wäre nicht realistisch, sie überholen zu wollen."

8.12.2002 15:02
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