Formel 1: BMW stellt bald Weichen für die Zukunft
- Berger zu Saisonziel 2003: Aufschließen zu Ferrari
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Die Verantwortlichen bei BMW wollen noch vor dem Beginn der neuen Grand-Prix-Saison über die Zukunft des Formel-1-Engagements entscheiden. Der aktuelle Vertrag mit Williams läuft 2004 aus, derzeit prüfen die Münchner aber auch andere Möglichkeiten. "Wir erarbeiten alle Optionen", sagte Technik-Direktor Mario Theissen am Samstag bei einer Pressekonferenz in Kitzbühel. "Ich gehe davon aus, dass die Entscheidung vor dem ersten Rennen fällt." Die Optionen reichen vom Bau eines eigenen Autos über eine weitere Partnerschaft mit Williams bis hin zum Ausstieg.
Auch Motorsportdirektor Gerhard Berger muss demnächst über seine weitere Zukunftsplanung entscheiden. Sein Fünfjahres-Vertrag mit BMW läuft zur Jahresmitte aus. "Ich will einfach in Ruhe nachdenken", sagte der frühere Formel-1-Pilot aus Tirol. Er müsse entscheiden, ob er erneut ein langfristiges Engagement eingehe oder nach 20 Jahren im Motorsport künftig seiner Familie mehr Zeit widmen wolle.
Unterdessen hält Ralf Schumacher den Gewinn des Weltmeister-Titels in der kommenden Saison angesichts der heurigen Ferrari-Dominanz für praktisch unmöglich. "Nächstes Jahr wird es auf keinen Fall klappen, das wäre vermessen", meinte der Deutsche, der in der abgelaufenen Saison hinter seinem kolumbianischen Teamkollegen Juan Pablo Montoya Platz vier in der WM belegt hatte. Berger nannte als offizielles Saisonziel, man wolle zu Ferrari aufschließen.
Ein mögliches Engagement im Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) schlossen die BMW-Verantwortlichen aus. "Es ist klar, dass die DTM für uns kein Thema ist", erklärte Theissen. Die Münchner sind nach eigenen Angaben mit den Projekten Formel 1, Tourenwagen-EM (ETCC) und Formel BMW ausgelastet.
Neue Pläne gibt es dennoch: BMW gibt im kommenden Jahr (31. Mai/1. Juni) mit dem M3 und den Werksfahrern Jörg Müller und Dirk Müller ein Comeback beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Auch das Nachwuchs-Projekt Formel BMW wird ausgeweitet. Die Talentförder-Serie findet künftig mit sieben Rennen in Asien statt.
