Abfahrts-Training: Cuche Schnellster, 8. Eberharter
- Steff absolvierte "gemütliche Fahrt"
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Didier Cuche hat am Mittwoch im ersten Training für die Herren-Abfahrt in Beaver Creek am Samstag die schnellste Zeit markiert. Der Schweizer raste die "Birds of Prey"-Piste in 1:42,03 hinunter und verwies damit den US-Amerikaner Daron Rahlves (+ 0,44 Sekunden) und den Franzosen Claude Cretier (+ 0,61) auf die Plätze. Als bester ÖSV-Läufer landete der dreifache Saisonsieger Stephan Eberharter mit 1,19 Rückstand an der achten Stelle, Olympiasieger Fritz Strobl (+ 1,32) fuhr auf Rang zehn.
Eberharter absolvierte nach eigenen Angaben eine "gemütliche Fahrt. Ich hab mir das alles einmal angeschaut, ein richtiger Punch war nicht dahinter", meinte der Weltcupsieger. Die insgesamt drei angesetzten Trainingsfahrten sind dem Tiroler ein Dorn im Auge, auslassen kann er aber keine. Da für Freitag schlechtes Wetter prophezeit wurde, könnte schon das Donnerstag-Training für die Startnummern ausschlaggebend sein. "Jetzt muss ich möglicherweise die restlichen beiden Trainings voll fahren und auch aufpassen, um nicht aus den ersten 30 zu fliegen", ärgerte sich Eberharter.
Diese Tatsache könnte auch dem Sieger des Qualifikationsduells Andi Schifferer/Hans Knauß/Christoph Gruber eine schlechte Startnummer für das Rennen bringen, muss das Trio doch am Donnerstag um den letzten verbleibenden ÖSV-Startplatz rittern. "Es nützt alles nichts, es gibt mit der neuen Regel eh nur Opfer", meinte Schifferer resignierend. Auch Knauß nahm die Situation zähneknirschend zur Kenntnis. "Für mich ist das eine völlig neue Situation. Ich bin ein Renntyp, brauche diese Atmosphäre, um hundert Prozent geben zu können."
Trotz aller Widrigkeiten sprachen die Abfahrer der anspruchsvollen Piste ein großes Lob aus, wenn auch negative Facetten der Birds of Prey zu Tage traten. "Die Sprünge sind brutal, ein Wahnsinn, das überleben meine Knie nicht. Das Problem ist nicht so die Weite, sondern die Höhe", sagte Weltmeister Hannes Trinkl, der an der 24. Stelle landete, über die Sprünge, die an die 50 m gingen.
Daher hielt sich Pepi Strobl nach seiner schweren Knieverletzung von Kitzbühel auch bewusst zurück. "Solche Sprünge muss ich nicht gleich im ersten Training haben. Vom Knie her war es kein Problem, weil ich ohnehin langsam hingefahren bin."
Didier Cuche erklärte seine Bestzeit unter anderem damit, mit einem im Gegensatz zu Lake Louise härteren Schuh gefahren zu sein. "Ich bin angetreten, um ein Zeichen zu setzen", sagte der Schweizer, der im Gegensatz zu Eberharter und Co. weit mehr riskierte. "Aber ich habe noch Reserven, ebenso wie Stef." Eberharter nahm die Bestzeit von Cuche gelassen. "Wahnsinn, jetzt wissen wir nicht, wo wir stehen. Da müssen wir heute noch eine Krisensitzung machen", meinte der Tiroler schmunzelnd.
| Ergebnisse 1. Training Herren-Abfahrt: | |||
| 1. | Didier Cuche | SUI | 1:42,03 Min. |
| 2. | Daron Rahlves | USA | +0,44 Sek. |
| 3. | Claude Cretier | FRA | 0,61 |
| 4. | Didier Defago | SUI | 0,71 |
| 5. | Ambrosi Hoffmann | SUI | 0,79 |
| 6. | Sebastien Fournier | FRA | 1,08 |
| 7. | Lasse Kjus | NOR | 1,13 |
| 8. | Stephan Eberharter | AUT | 1,19 |
| 9. | Bode Miller | USA | 1,21 |
| 10. | Fritz Strobl | AUT | 1,32 |
| weiter: | |||
| 12. | Michael Walchhofer | AUT | 1,38 |
| 13. | Hans Knauß | AUT | 1,43 |
| 16. | Christoph Gruber | AUT | 1,68 |
| 18. | Werner Franz | AUT | 1,72 |
| 19. | Klaus Kröll | AUT | 1,76 |
| 22. | Hannes Trinkl | AUT | 1,92 |
| 25. | Andreas Schifferer | AUT | 2,06 |
| 35. | Peter Rzehak | AUT | 2,46 |
| 44. | Thomas Graggaber | AUT | 2,97 |
| 57. | Andreas Buder | AUT | 3,64 |
| 62. | Stephan Görgl | AUT | 4,33 |
| 67. | Josef Strobl | AUT | 5,58 |
