Donnerstag, 5. Dezember 2002

hotVolleys erreichen Liga-Finale - Gegner Tirol

  • 1:3 in Paris, aber Hilfsdienst von Friedrichshafen durch 3:0

Das Finale der Austrian Volley League (AVL) der Herren heißt erwartungsgemäß VT Tirol gegen Vienna hotVolleys. Nach den Tirolern, die sich schon am Samstag mit dem dritten souveränen 3:0-Sieg gegen Salzburg vorzeitig für das Endspiel qualifiziert hatten, gewann auch der Meister aus Wien am Montagabend vor eigenem Publikum im Budocenter das dritte Halbfinal-Match gegen SK Aich/Dob 3:1 (18,18,-24,18) und damit die "best of five"-Serie klar 3:0. Das erste Spiel der "best of seven"-Finalserie steigt am Montag in Innsbruck (20:15 Uhr/live TW1).

Das dritte Spiel der Halbfinalserie gegen Aich/Dob war für das Team von Manager Peter Kleinmann alles andere als eine klare Angelegenheit. Vor allem im dritten Satz verzeichneten die Wiener in der auf Grund einer Schulaktion der hotVolleys mit 1.500 Zuschauern "übervollen" Halle einen Durchhänger und verloren prompt zum zweiten Mal einen Satz in der Serie gegen die Gäste aus Kärnten. Bereits beim 3:1 im Auftaktmatch vor neun Tagen hatte der Serienmeister vor eigenem Publikum im Duell mit Aich/Dob mehr Mühe als erwartet gehabt.

"Ich glaube, wir haben unsere Ehre gerettet, phasenweise sehr gut mitgespielt. Wir sind an einem superstarken Gegner gescheitert", lautete deshalb der zufriedene Resümme von Aich/Dob-Manager und Libero Martin Micheu, der nun mit seinen Teamkollegen im Spiel um Platz drei auf Salzburg trifft.

Die Wiener beschäftigten sich nach der erledigten Pflicht dagegen nur noch mit dem großen Showdown gegen Tirol. "Im Finale ist nun alles offen, die Chancen stehen 50:50", meinte der kroatische hotVolleys-Legionär Darko Antunovic zur Ausgangslage im Titelkampf, der eine Neuauflage des Vorjahrs-Endspiels ist. Damals setzten sich die Wiener gegen die Tiroler souverän 4:1 durch und fixierten damit den bereits 14. Meistertitel in der Vereinsgeschichte, den siebenten in Folge. 2001 hatten sie die Finalserie gegen die Tiroler 4:2 gewonnen.

Auch hotVolleys-Manager Peter Kleinmann erwartet so wie Antunovic einen schwereren Finalgang als vor einem Jahr, ist aber trotzdem zuversichtlich, dass seine Burschen das achte Double en suite fixieren. "Ich glaube sogar, dass es ein Vorteil ist, dass wir das erste Spiel auswärts bestreiten. Denn die Innsbrucker haben sicher noch nicht vergessen, dass wir sie in ihrer USI-Halle im Cup-Finale 3:2 geschlagen haben", erklärte Kleinmann.

Playoff-Ergebnis der Austrian Volley League (AVL) vom Montagabend - Drittes Spiel der "best of five"-Halbfinalserie: Vienna hotVolleys - SK Aich/Dob 3:1 (18,18,-24,18). Topscorer: Antunovic 15, Reiser 15, McKienzie 14 bzw. Chocholak 23.

Titelverteidiger Vienna hotVolleys gewinnt damit die Serie 3:0 und trifft im Finale ("best of seven") ab Montag auf VT Tirol. Das erste Spiel findet in Innsbruck (7.4./20:15 Uhr/live TW1) statt.

5.12.2002 10:25