Bütikofer - Statt Rückzug an die Spitze der Grünen
- Grünen-Chef von Baden-Württemberg war für Bosnien-Einsatz
Karrieren in der Politik gehen nicht selten seltsame Wege. Eigentlich wollte sich der politische Geschäftsführer der deutschen Grünen, Reinhard Bütikofer, jetzt ganz aus der Parteispitze zurückziehen. Stattdessen ist er nun seit Sonntag Vorsitzender der Partei.
Der 49-Jährige aus Mannheim war früher in linken Studentenkreisen aktiv. Der studierte Philosoph und Historiker saß von 1988 bis 1996 im Stuttgarter Landtag und erwarb sich dort über Parteigrenzen hinweg Ansehen für seine haushaltspolitische Sachkenntnis. Der wortgewandte Redner machte sich auch einen Namen als Obmann im Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der Steueraffäre um den Tennisstar Steffi Graf und ihren Vater Peter. In Heidelberg gründete Bütikofer 1984 die örtliche Grün-Alternative Liste (GAL).
Bütikofer war ab 1997 baden-württembergischer Grünen-Chef. 1998 wurde er Bundesgeschäftsführer. Mit seiner offenen Unterstützung für Kampfeinsätze auch von Bundeswehr-Einheiten im bosnischen Bürgerkrieg hatte er vor allem die Linke gegen sich aufgebracht. Dennoch hatte Bütikofer den Sprung - wenn auch erst in einer Kampfabstimmung - auf den einflussreichen Posten des politischen Geschäftsführers geschafft.
Nun hat der Vater von drei Kindern überraschend die Spitze der Partei erklommen. Bütikofer lebt in Berlin und ist in zweiter Ehe mit der ehemaligen Grünen-Vorsitzenden in Niedersachsen, Renee Krebs, verheiratet.
Familiendrama in St. Pölten14:39
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
Mordalarm in Wien14:39
Zu Tode geprügeltMann sagte nach Schlägerei bei der Polizei aus - nun folgte die Rache
