Buschbrände rücken Sydney wieder bedrohlich nahe
- Militär im Einsatz
- Bisher fünf Tote
Die Buschbrände im Osten Australiens rücken der Millionenmetropole Sydney wieder bedrohlich nahe. Regierungschef John Howard wies am Donnerstag das Militär an, die rund 3.000 Feuerwehrleute im Kampf gegen die Flammen zu unterstützen.
Derzeit lodern nach Medienberichten 76 Brände im Land. Rund um Sydney wurden in den vergangenen zwei Tagen etwa 30 Häuser zum Raub der Flammen, die von monatelanger Dürre und starken Winden angefacht werden.
Brandstiftung
Nach Einschätzung des Ministerpräsidenten von New South Wales, Bob Carr, wurden zahlreiche Feuer von Brandstiftern gelegt. Bisher kamen fünf Menschen in den Flammen ums Leben, mehrere hunderttausend Hektar Land wurden von den Bränden zerstört.
Dürre
Der Osten Australiens leidet unter der schlimmsten Dürre seit Jahrzehnten. Über 90 Prozent von New South Wales gelten als betroffen. In den vergangenen sechs Monaten fiel in Sydney so wenig Regen wie noch nie seit 144 Jahren. Obwohl die Buschfeuersaison sonst erst im Dezember beginnt, wurden wegen der extremen Bedingungen bereits Wochen zuvor die ersten Feuer registriert.
2001: 500.000 ha Land verbrannten
Bei den verheerenden Buschbränden im vergangenen Jahr waren um die Weihnachtszeit und zu Jahresbeginn 150 Häuser in Schutt und Asche gelegt worden, 500.000 Hektar Land verbrannten. Tausende von Menschen mussten sich damals vor den Flammen in Sicherheit bringen.
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