Donnerstag, 5. Dezember 2002

Erpressung verantwortlich für IKEA-Bombenalarm

  • "De Telegraaf": Im September erster Drohbrief eingegangen

Der spektakuläre Bombenalarm vom Mittwoch in zehn Filialen des schwedischen Möbelkaufhauses IKEA in den Niederlanden geht nach Angaben der Zeitung "De Telegraaf" auf kriminelle Erpressung zurück. Bereits im September sei ein erster Drohbrief eingegangen, in dem die Zahlung von mehreren Millionen Euro verlangt worden sei, berichtete das Blatt am Donnerstag. Als Folge des Alarms vom Mittwoch sind alle Verkaufsstellen von IKEA durchsucht worden. Dabei wurden zwei Sprengkörper gefunden und unschädlich gemacht.

Sprecher der Polizei lehnten am Donnerstag jede Stellungnahme zu dem Zeitungsbericht ab, der keine Quellen für die Information nennt. Auch andere Zeitungen berichteten am Donnerstag über Vermutungen, dass Erpressung das Motiv für die Bombendrohung war. Ministerpräsident Jan Peter Balkenende hatte bereits am Mittwoch einen terroristischen Hintergrund ausgeschlossen und gewöhnliche Kriminalität als mögliches Motiv genannt.

Im Oktober mehrere Zahlungsaufforderungen
Nach Darstellung des "Telegraaf" habe das Möbelunternehmen im Oktober mehrere Erinnerungen an frühere Zahlungsaufforderungen erhalten. Im jüngsten Erpresserschreiben sei gewarnt worden: "Beim nächsten Mal ist schwer was los. Dann gibt es keine Vorankündigung mehr, und es werden Menschen zu Schaden kommen."

5.12.2002 08:49