Neue Vorwürfe gegen Priester der Erzdiözese Boston
- Angeblich Mädchen missbraucht und Drogen konsumiert
- Erzdiözese Boston erwägt nun Insolvenzantrag (Kasten rechts)
Gegen Priester der Erzdiözese Boston sind erneut schwere Vorwürfe laut geworden! Insgesamt acht Geistliche sollen minderjährige Mädchen sexuell missbraucht haben, außerdem Kokain und andere Drogen konsumiert haben. Das geht aus 3.000 Seiten Akten hervor, die von den Rechtsanwälten der Missbrauchsopfer Anfang Dezember veröffentlicht wurden.
Der zuständige Kardinal Bernard Law soll die Priester in andere Gemeinden versetzt haben, nachdem die Vorwürfe laut wurden, wie die Anwälte beweisen wollen.
Eine Sprecherin der Erzdiözese zeigte sich entsetzt und versprach den Opfern Hilfe, wollte aber zu einzelnen Vorwürfen keine Stellung nehmen. Bei den Missbrauchsopfern habe es sich um Mädchen gehandelt, die Nonnen werden wollten, erklärte Anwalt Roderick MacLeish, der 247 Kläger in dutzenden Prozessen gegen die Erzdiözese vertritt. Die Vorfälle reichen den Angaben der Anwälte zufolge bis in die späten 60er Jahre zurück.
Bereits im September erhielten die Opfer eines pädophilen amerikanischen Geistlichen von der katholischen Kirche zehn Millionen Dollar (10,03 Mio. Euro) Schmerzensgeld. Ein entsprechender Scheck der Erzdiözese Boston war dem Anwalt der 86 Kläger überreicht worden, nachdem die zuständige Richterin dem Vergleich zugestimmt hatte.
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