Staatsanwalt: Notwehr! Polizist wird nicht angeklagt
- Tod & Terror beim G-8-Gipfel vor eineinhalb Jahren
- DIE BILDER: KRIEG in Genua
Tod und Terror vor eineinhalb Jahren in Genua: Beim G-8-Gipfel war es zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Ein Demonstrant starb. Er wurde von einem Polizisten erschossen. Lange wurde ermittelt, geprüft - jetzt entschieden: Der Beamte wird wegen den Todesschüssen nicht angeklagt. Der Staatsanwalt sagt: Es war Notwehr!
Dass keine Anklage erhoben wird, gab die Staatsanwaltschaft der norditalienischen Stadt am Montag bekannt. Die Entscheidung über eine Einstellung des Verfahrens gegen den Todesschützen muss nun der zuständige Untersuchungsrichter fällen.
Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft hatte der Polizist mit den Schüssen gegen den Globalisierungskritiker Carlo Giuliani in Notwehr gehandelt. Daher könne das Verfahren eingestellt werden.
Giuliani wollte am 20. Juli 2001 gerade das Polizeiauto, in dem sich der Polizist befand, mit einem Feuerlöscher attackieren, als die Schüsse fielen. Der Polizist hat wiederholt beteuert, in Todesangst abgedrückt zu haben. Die Angehörigen Giulianis fordern hingegen einen Prozess gegen den Todesschützen.
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