Mittwoch, 4. Dezember 2002

Grasser im Kreuzfeuer: Budgetloch verheimlicht?

  • NEWS: Österreich droht Budgetbombe von 4 Milliarden Euro!
  • Grasser-Gegner: Riesesparpaket & 'deutsche Zustände' drohen!

Zuerst hackten ÖVP und FPÖ auf Rot-Grün in Deutschland herum, weil diese erst nach der Wahl eine Budgetbombe platzen ließen und neue Steuern einhoben. Nun droht den Kritikern in schwarz und blau ähnliches in Österreich: Laut neuem NEWS droht ein Budget-Loch von 4 Milliarden Euro!

Eigentlich glaubte sich Finanzminister Karl-Heinz Grasser Dienstag in Brüssel schon in Sicherheit: "Jetzt erkennen auch die EU-Finanzminister an, dass das Defizit 2002 nur 1,3 Prozent des BIP beträgt." Sein Pech: An der "Heimatfront" krachte es gewaltig - die SPÖ forderte von Kanzler Schüssel
einen Kassasturz als Vorbedingung für weitere Koalitionsgespräche.

Denn dem Wort, das Grasser im Wahlkampf für ein Defizit von deutlich unter drei Milliarden Euro verpfändete, stehen SP-Berechnungen auf Basis von Daten des Finanzressorts gegenüber: Danach explodiert das Defizit heuer auf bis zu vier Milliarden Euro. Und durch höhere Beamtengagen, Hochwasser-Zahlungen, Pensionen etc. entstünde im Jahr 2003 ein zusätzlicher Sanierungsbedarf um weitere vier Milliarden Euro, will die Republik das Defizit zumindest halten.

Fazit der Grasser-Gegner: Es drohen ein Riesen-Sparpaket und "deutsche Zustände". Fazit Grassers: "Ich präsentiere im Jänner den Abschluss für 2002. 1,3 Prozent Defizit halten - oder werden unterboten."

Alle Details zu Grassers Horror-Budget finden Sie im neuen NEWS!

4.12.2002 13:42