Mittwoch, 4. Dezember 2002

Scheibner will nicht 4. Obmann-Stellvertreter werden

  • Distanz zu jüngsten Ereignissen noch nicht ausreichend

Herbert Scheibner steht für die Funktion eines stellvertretenden FPÖ-Chefs nicht zur Verfügung. Im Gespräch mit der APA begründete der Verteidigungsminister diese Entscheidung am Mittwoch damit, dass er noch keine ausreichende Distanz zu den Ereignissen der vergangenen Wochen und Monate gewonnen habe.

Außerdem seien für einen Neubeginn "unbelastete Persönlichkeiten" nötig. Namen wollte Scheibner nicht nennen. Dies sei Sache des künftigen Obmanns Herbert Haupt.

Aus Sicht Scheibners, der ausdrücklich betonte, gerne mit zu helfen, die Partei zu stabilisieren und die internen Konfliktparteien zusammen zu führen, wäre es jedenfalls nötig, "alle konstruktiven Kräfte in der neuen Führungsmannschaft zu integrieren". Ausdrücklich sprach er sich auch gegen eine Kampfabstimmung beim Parteitag am Sonntag aus.

Er schlage daher vor, dass alle Stellvertreter neu gewählt werden. Haupt müsse es frei stehen, dem Parteitag Zahl und Besetzung der Stellvertreter-Funktionen vorzuschlagen. Dabei könnten sich durchaus auch die aktuellen Stellvertreter der Wiederwahl stellen.

Das "Freiheitliche Manifest" hat Scheibner nach eigenen Angaben "bis jetzt" nicht unterschrieben. Inhaltlich habe er mit dem Papier aber "überhaupt kein Problem", sagte er. Zu Norbert Gugerbauer meinte Scheibner, er schätze ihn sehr, Gugerbauer sei auch sein erster Klubobmann gewesen: "Ich würde mich sehr freuen, wenn er in die Politik zurück kommen würde oder möchte. Er wäre zum Beispiel eine echte Bereicherung für ein Regierungsteam der FPÖ."

4.12.2002 12:56