Prinzhorn: Akzeptieren unabhängigen Minister Grasser
- Wenn sich die ÖVP nicht bei Haider anmischt
·Keine Reform
Gugerbauer: FP ist 'noch nicht so weit'
·Riess reicht es
In NEWS: "Dann gehe ich auch!"
Die ÖVP dürfe sich bei Jörg Haider nicht einmischen, die FPÖ werde dafür einen unabhängigen Finanzminister Karl-Heinz Grasser in einer schwarz-blauen Regierung akzeptieren: das sagt nun FPÖ-Vize Thomas Prinzhorn in einem Interview mit dem "Standard". Das freiheitliche Manifest von Norbert Gugerbauer habe er zwar nicht unterschrieben, da es niemand an ihn herangetragen habe. "Aber der Inhalt dieses Manifests ist der Inhalt der freiheitlichen Grundsätze. Es ist nichts dagegen einzuwenden, diese wieder einmal in Erinnerung zu rufen."
Sein volles Vertrauen spricht Prinzhorn dem amtierenden FPÖ-Chef Herbert Haupt aus. "Ich stehe voll hinter Herbert Haupt, ich habe das unmissverständlich immer wieder gesagt. Dabei bleibt es." Zu einer Kandidatur Gugerbauers meint Prinzhorn, "es kann jeder kandidieren, wir sind eine sehr offene Bewegung. Wichtiger als Personen sind aber Inhalte". In einem "Presse"-Interview präzisiert Prinzhorn zu diesem Thema: "Ich glaube, eine Gegenkandidatur wäre persönlich für niemanden gut, weil der Ausgang schon im Vorfeld klar ist. Haupt hat eine überwältigende Mehrheit hinter sich."
Prinzhorn meint zudem auf die Frage, ob es beim Thema EU-Osterweiterung in den Verhandlungen mit der ÖVP ein Problem geben werde, "wir werden die Frage der Finanzierung der EU diskutieren, die Frage des Strukturfonds, der Agrarförderung, der Wirtschaftsförderung." Die Fragen Temelin und Benes-Dekrete "wird man am 12. Dezember beim EU-Gipfel zu regeln versuchen". Einen Durchbruch erwartet Prinzhorn in Kopenhagen allerdings nicht - "aber in Kopenhagen lässt sich Verbindliches vereinbaren". Die Antwort des FPÖ-Vizes auf die Frage "Keine Knackpunkte mit der ÖVP?": "Wir haben auch 1999 kein Problem gehabt."
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