FPÖ-Sonderparteitag am Sonntag: Nimmt Haider teil?
- Unterschriften für "Freiheitliches Manifest" eine Fiktion
- Auch von Stadler Kritik an Manifest (Kasten rechts)
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Das FPÖ-Manifest - "eine Fiktion"! So urteilt der Kärntner Landeshauptmann! Außerdem ist Haider sicher, dass der FPÖ-Bundesparteitag am Sonntag in Salzburg "die realen Verhältnisse innerhalb der Partei zum Ausdruck bringen wird". Außerdem werde er natürlich am Parteitag teilnehmen (Aussendung am Dienstag um 13.41 Uhr). Dementi um 14.40 Uhr per Aussendung: Der Haider-Sprecher korrigierte seinen Chef - Haider nehme nicht teil. Ewald Stadler kritisierte derweil das FPÖ-Manifest: Es wäre "das dünnste, das wahrscheinlich jemals auf den Markt gekommen ist" (siehe Kasten rechts).
Wieder einmal Verwirrung rund um Jörg Haider: Laut APA erklärte der Landeshauptmann, dass er selbst natürlich auch am Parteitag teilnehmen werde. Ob er auch das Wort ergreifen wird, wisse er noch nicht. Eine Stunden später die Korrektur: Haider-Sprecher Karl-Heinz Petritz stellte gegenüber der APA fest, dass Haider doch nicht, wie zuvor berichtet, am Salzburger teilnehmen werde. Die Frage, ob dies sicher sei, beantwortete Petritz mit ja. Haider werde lediglich an der internen Delegiertenversammlung teilnehmen.
Haider-Orakel für Sonntag: Solide Mehrheit für Haupt
Es werde eine solide Mehrheit für Herbert Haupt als Parteiobmann geben. Und zwar mit oder ohne Gegenkandidat.
Wie Haider sagte, würde quer durch alle Bundesländer die Zahl jener Parteitagsdelegierten, die sich schon jetzt für Haupt deklarieren, ständig anwachsen. Als eine "Fiktion" bezeichnete es der Altparteiobmann, dass rund 1.000 Personen das "Freiheitliche Manifest" einer FPÖ-internen Gruppe von Kritikern des Parteikurses unterzeichnet hätten.
"Nicht weiter kommentieren" wollte Haider die Feststellung des Kärntner ÖVP-Obmannes Georg Wurmitzer, der eine Bundeskoalition zwischen ÖVP und FPÖ ausgeschlossen hat, so lange Haider Landeshauptmann sei. "Im direkten Gespräch interpretiert er das nämlich anders", sagte Haider.
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