Rezept zur FPÖ-Rettung: Haider weg, Gugerbauer her!
- Garantie für endgültiges Haider-Ade
- Pumberger: 'Wären jetzt Wahlen, bekämen wir nicht einmal 4%'
·Ihre MEINUNG
Kann Haupt die FPÖ wieder vereinen?
·Schwarz-Blau?
Erstes Gespräch am Donnerstag
·FPÖ-Manifest
1.000 haben Protest unterschrieben
·Riess reicht es
In NEWS: "Dann gehe ich auch!"
·N. Gugerbauer
Comeback nach 10 Jahren Politabsenz?
·Mitdiskutieren!
Was halten Sie von Schwarz-Grün?
Haider muss weg, die FPÖ erneuert werden - so radikal sehen das die (Haider)-Kritiker in den Reihen der Freiheitlichen! Alois Pumberger weiß, wie der Retter einer neuen, starken FPÖ heißt: Norbert Gugerbauer! "Ich werde alles daran setzen, ihn zur Kandidatur zu überreden." Er soll Gegenkandidat zum Interims-Chef Haupt beim "Schicksalsparteitag" sein. Die Freiheitlichen wollen mit der ÖVP regieren. Das Schüssel-Team wäre nur interessiert, wenn es eine Garantie für das fixe Haider-Aus gibt. Pumberger: "Sonst wären die bei der ÖVP ja Kopfschüssler..."
Der Bezirksparteiobmann der Freiheitlichen von Ried (OÖ) blieb auch nach der Sitzung der Landesparteileitung dabei: Gugerbauer ist der Einzige, der die FPÖ retten und regierungsfähig machen kann.
Der Beschluss der FPÖ zu einer neuerlichen Regierungsbeteiligung sei nur zu verwirklichen, wenn es zu einer personellen Erneuerung an der Spitze komme. Und wenn sicher sei, dass Haider nicht mehr in der Bundespolitik aktiv wird. "Sonst müssten die bei der ÖVP ja Kopfschüssler sein, wenn sie damit rechnen müssen, dass Haider in einem halben Jahr alles wieder zusammenhaut", so Pumberger.
Wenn die Bundespartei den bisherigen Weg mit Haupt an der Spitze fortsetzen wollen, "dann sehe ich für die Zukunft wenig Chancen für die FPÖ", sagte Pumberger.
Wären heute Wählen, bekäme die FPÖ nicht einmal mehr 4%!
"Haider ist nicht so stark, aber Haupt ist offensichtlich zu schwach, sich zu emanzipieren". Wären heute Wahlen, "hätten wir die 4-Prozent-Marke wahrscheinlich gar nicht mehr erreicht. Das gestrige "Einmauern und Bunkern" bewertete Pumberger "nicht als kleinen Betriebsunfall - das war ein Mega-Gau".
Er selbst wolle "bis Sonntag kämpfen". Aber nach der Sitzung "würde es mich nicht wundern, wenn sich andere Reformkräfte sagen, es ist sinnlos, was zu machen". Man werde aber sehen "ob noch eine Rettung möglich ist. Wenn nicht, sage ich Gute Nacht, FPÖ". Gugerbauer sei jedenfalls der Einzige, der den Kampf gegen die Knittelfeld-Gruppe um Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider und FP-Volksanwalt Ewald Stadler aufnehmen könnte. Optimistisch zeigte sich Pumberger aber auch in so einem Fall nicht. "Sowohl bei der Bundesparteileitung als auch bei den Delegierten zum Bundesparteitag ist es so, dass die nicht 1:1 die FPÖ-Wählerschaft wider spiegeln. Die Basis denkt ganz anders".
Beim Erweiterten Bundesparteivorstand habe es jedenfalls ein "klares Versagen" des interimistischen Parteichefs Herbert Haupt gegeben. "Und das nur, um die Sympathien von Karl Schnell, Ernest Windholz und Ewald Stadler nicht zu gefährden". Die ganze Vorgangsweise auch rund um die Parteiausschlüsse "sind ja keine Art. Da hat Haider am Mittwoch gesagt, er hat keine Freude mit den Parteiausschlüssen. Haupt sagt zwei Stunden später, alles wird zurück genommen, alle rehabilitiert und die sollen artig danke sagen. Und jetzt setzt er sich nicht durch, und weder er noch Haider sagen, dass die Landesgruppen von Salzburg und Niederösterreich die Parteiausschlüsse aufrecht erhalten. Auch wenn das eine Landessache ist, ein Wort vom designierten Parteichef oder von dem, der ihm ins Ohr flüstert, würde reichen, um die Parteiausschlüsse auch von Salzburg und Niederösterreich rückgängig machen zu können. Sie wollen das nicht. Sie halten ja alle zum Narren, die kleinen Funktionäre bis hinauf. Wenn sie so weiter tun, werden sie bald allein da sitzen und die gesamte Gefolgschaft verlieren. Da muss man ja bangen, dass sie 2006 überhaupt wieder ins Parlament kommen", so Pumberger.
Auf die Frage, ob er angesichts der Entwicklung überhaupt in der FPÖ bleiben möchte, sagte Pumberger, er sehe keinen Grund für einen Austritt. Außerdem habe er keine einzige offizielle Stellungnahme ihm gegenüber erhalten: "Ich habe weder einen blauen Brief noch sonst was. Es spielt sich über die Medien ab, ob ich jetzt noch persona non grata bin oder nicht. In den Augen Haiders und Haupts vielleicht. Vielleicht hauen sie mich nach dem Parteitag raus und warten, dass ich bis dorthin Ruhe gebe".
Dalai Lama in Österreich14:12
Keine Angst vor ChinaAußenministerium reagiert auf Chinas Empörung betont gelassen
