Schießerei in Wien: Zwei Männer schwer verletzt
- Streit unter Türken nach Hochzeit
Mit zwei Schwerverletzten endete Freitag kurz nach Mittag eine Schießerei in Wien-Ottakring. Dem war ein Familienstreit nach einer Hochzeit unter gebürtigen türkischen Staatsbürgern vorangegangen, teilte Dr. Hannes Scherz von der Kriminaldirektion 1 (KD1) mit. Der Hauptverdächtige, der 54-jährige Haydar S. aus Wien-Margareten, flüchtete. Die Fahndung blieb zunächst ergebnislos.
Der Hintergrund laut dem vorläufigen Stand der Ermittlungen: Der Sohn von Haydar S. hatte vor rund einem Monat geheiratet. Bei der Hochzeitsfeier war nach dem traditionellen Brauch Geld gesammelt worden. Es sollte dem Brautpaar übergeben werden. Scherz: "Es sollen rund 20.000 Euro gesammelt worden sein."
Doch zur Übergabe kam es nicht. Haydar S., Inhaber eines Bäckereistandes am Brunnenmarkt in Wien-Ottakring, dürfte sich wegen Schulden nicht dazu bereit erklärt haben. Bereits am Donnerstag sei es zu Diskussionen im Kreise der Ex-Hochzeitsgesellschaft gekommen, erklärte Scherz.
Freitagmittag trafen einander Haydar S., ein Onkel, ein Schwager und ein Bruder der Braut, in einer Pizzeria in der Friedmanngasse 18. Schließlich verließ S. das Lokal. Der Bruder der Braut wollte ihn auf der Straße festhalten. S. riss sich los und wollte offenbar mit einer Waffe schießen. Mittlerweile waren der Onkel der Braut, der 37-jährige Ismail C. aus Wien-Meidling und der Schwager, der 21-jährige Deniz B., aus dem Lokal gekommen. Haydar S. eröffnete das Feuer.
Ismail C. erlitt einen Steckschuss in der Brust und einen Durchschuss am Unterleib. Deniz B. musste mit einem Bauchdurchschuss ins Spital eingeliefert werden. Die Fahndung nach Haydar S. blieb zunächst ergebnislos.
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