Bankraub in Graz: Mehrjährige Haftstrafen für Italiener
- Schuldsprüche wegen schweren Raubes und Diebstahls

Vier italienische Bankräuber sind am Donnerstag in Graz zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Die Angeklagten wurden für schuldig befunden, im April dieses Jahres eine Bank in Graz ausgeraubt und zuvor noch ein Fluchtauto gestohlen zu haben. Die Italiener wurden zu Haftstrafen in der Höhe von sieben bis neun Jahren verurteilt. Die Richtersprüche sind nicht rechtskräftig.
Überraschenderweise schon am Nachmittag ging die Geschworenenverhandlung gegen die vier Römer in Graz zu Ende. Auf die Anhörung der rund 20 geladenen Zeugen wurde verzichtet, nachdem sich die Angeklagten Bernardo L., Claudio B. und Carmine F. für schuldig des Bankraubes und des Autodiebstahls in Graz erklärt hatten. Bei dem Überfall verwendeten sie Küchenmesser zur Bedrohung der Bankangestellten. Die Beute betrug über 440.000 Euro. Bereits eine Stunde nach dem Coup wurde das Quartett auf der Flucht noch in der Steiermark verhaftet.
Claudio B. gestand schließlich auch noch einen Einbruchdiebstahl in einen Klagenfurter Pkw, den bis dahin alle geleugnet hatten. Dem vierten Angeklagten Antonio F. glaubten die Geschworenen nicht, dass er nur das Wohnmobil chauffiert hatte, in dem die vier von Rom nach Graz gekommen waren.
Bernardo L. wurde zu sieben Jahren Haft, Carmine F. und Antonio F. zu jeweils acht Jahren und Claudio B. zu neun Jahren verurteilt. Alle vier Urteile sind nicht rechtskräftig.
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