Experte: Alle Briten sollten sich BSE-Tests unterziehen
- Nobelpreisträger befürchtet viel mehr CJ-Kranke als bekannt

·Gegenmittel
Antikörper blockt Creutzfeldt-Jakob
·Übertragung
So gefährdet BSE die Menschen
·Info: Die Tierseuche
"Rinderwahnsinn"
BSE-infizierte Rinder sterben qualvollen Tod
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Der "BSE-Kompass"
Wichtige Infos: Wo ist
Rind drin, was ist sicher?
BSE-Tests für alle fordert Nobelpreisträger Stanley Prusiner in Großbritannien. Dies allerdings nicht für alle Rinder, sondern für alle Menschen! Der Grund: Der Experte erwartet eine weitaus höhere Zahl an Creutzfeldt-Jakob-Kranken als bislang bekannt.
Um die Krankheit noch vor dem Ausbruch zu erkennen, müssten alle Briten auf den Erreger untersucht werden, forderte der US-Forscher (im Bild mit Frau und Tochter) Ende Dezember 2002 laut der britischen Sonntagszeitung "Sunday Times". Dadurch könnte vermieden werden, dass der Erreger zum Beispiel durch Bluttransfusionen oder bei Operationen weitergegeben wird.
Prusiner zufolge waren "eine Million BSE-infizierte Rinder" in die britische Nahrungmittelkette gelangt. "Deshalb wird fast jeder im Land den ansteckenden Proteinteilchen ausgesetzt gewesen sein, die Varianten von Creutzfeldt-Jakob verursachen", sagte der BSE-Experte laut der Zeitung.
In Großbritannien hat es weltweit bisher die meisten Fälle von Creutzfeldt-Jakob gegeben. Ein von der britischen Regierung beauftragtes Expertenteam war im vergangenen Sommer zu dem Schluss gekommen, dass die Zahl der Infizierten sich innerhalb der nächsten Jahre verdoppeln könne. Den ungünstigsten Prognosen zufolge könnten an der Krankheit in Großbritannien langfristig bis zu 100.000 Menschen sterben.
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