Mittwoch, 27. November 2002

Crashtest zeigt - nicht nur große Autos sind sicher!

  • Pkw-Mängel bei Kinder- und Fußgängersicherheit
  • Das RANKING: Sieger & Verlierer zum Durchklicken! (im Kasten)

18 Fahrzeuge vom Kleinwagen bis zum Off-Roader haben der ÖAMTC und der Verein für Konsumenteninformation (VKI) einem Crashtest unterzogen. Tadellose Werte gab es für stabile Karosserien, passable Ergebnisse für die Kindersicherheit. "Hochmut ist aber nicht angebracht, denn um den Fußgänger-Schutz ist es auch bei den Fünf-Stern-Autos schlecht bestellt", sagte Cheftechniker Max Lang.

Bei der EuroNCAP-Norm (European New Car Assessment Programme) werden die Wagen im Front- und Seitencrash getestet, ein eigenes Kriterium ist die Kindersicherheit.

Beim Frontalaufprall wird das Auto mit 64 km/h und einer Überdeckung von 40 Prozent an der Fahrerseite gegen eine deformierbare Barriere gekracht. Beim praxisnahen Seitenaufprall wird ein Crashschlitten mit 50 km/h gegen die Fahrerseite gefahren. Hunderte Messdaten ergeben die Benotung, fünf Sterne sind das Maximum.

Mit fünf Sternen wurden der Renault Megane, Saab 9-3, Mercedes E und Renault Vel Satis ausgezeichnet. Elf Mal wurden vier Sterne vergeben, drei Autos kamen über schwache drei Sterne nicht hinaus.

"Große Diskrepanzen gibt es weiterhin bei der Kindersicherheit", kritisiert VKI-Geschäftsführer Hannes Spitalsky. Lob gab es nur für Vel Satis und Megane. 14 der getesteten Fahrzeuge verfügten bereits über ISOFIX-Sitze. Dieses genormte Befestigungssystem garantiert optimalen Halt des Kindersitzes im Fahrzeug.

Kritisiert wurde von den Experten der Fußgänger-Schutz. Spitalsky: "Dieses Manko fällt vor allem bei den Fünf-Stern-Autos auf." Beim Großteil der getesteten Allradler sei der Fußgänger-Schutz völlig unzureichend. "Einzigartiges Negativbeispiel mit null Punkten" war der Suzuki.

27.11.2002 15:09