Montag, 25. November 2002

Tim Atkins (MW) gerät ins Schwärmen

  • "Sie sind die besten Weißweine der Welt!"
  • PLUS Verkostungsergebnisse

Nachzulesen ist dieses Weinlob schwarz auf weiß im "Observer". Die Rede ist von den österreichischen Weißweinen. Das Lob kommt aus dem berufenen Mund von Tim Atkins. Tim Atkin ist Master of Wine und Chefredakteur des ältesten und zugleich modernsten Weinfachblattes "Harper's" und eben auch Kolumnist des "Observer".

Sein Weinlob begründet er mit der Londoner Blindverkostung im Herbst 20002. Auf Einladung von Jan-Erik Paulson (www.rare-wine.com), Jancis Robinson und Tim Atkin (The Observer) nahmen 17 Journalisten, Importeure und Sommeliers an der Blind-Verkostung teil. Das Ergebnis war "eine Bombe". Durch die Bank erzielten österreichische Weine die Spitzenplätze. Kurz formuliert: Österreich 7 Punkte, Burgund 0 Punkte.

Österreichs Weißweine sind kein Scherz (Austrian white's no joke), titelt Weinpäpstin Jancis Robinson von der Financial Times in ihrem Blatt. Die ersten 4 Plätze belegte Österreich. 7 der ersten 10 Weine waren Grüne Veltliner bzw. Chardonnays aus Österreich. Auch der beste Chardonnay kam aus Österreich. Insgesamt wurden 11 Grüne Veltliner bei 35 Weinproben in unterschiedlichen Alterstufen verkostet.

Der internationale Durchbruch
Mit ins Rennen waren Weine von Top-Betrieben wie Ramonet, Latour, Thénard, Jadot (Burgund), Gaja (Italien), Mondavi (Kalifornien), Penfold (Australien) gegangen. „Mit diesem Ergebnis könnte dem österreichischen Wein auch international ein Durchbruch gelungen sein", unterstreicht ÖWM-Chef Michael Thurner stolz das Resultat.

Vor vier Jahren hatte es in der Wiener Hofburg bei der VieVinum zum ersten Mal die Verkostung „Grüner Veltliner vs Chardonnay“ gegeben. Die diesjährige Gegenverkostung ließ die heimischen Tropfen wieder siegreich gegen den „In-Wein“ Chardonnay bestehen. London bedeutet nichts anders als die erfolgreiche Fortsetzung dieses Siegeszuges.

Bemerkenswert auch das Statement von Jancis Robinson: Das Resultat geht in Ordnung weil der Grüne Veltliner einfach sehr gut gemacht war, sehr ausgewogen mit vollen Körper , pfefferig in der Note, erfrischend im Geschmack und sehr gut passend zu Gerichten sei. Die Zukunft des Grünen Veltliner erscheint nach diesem Votum rosig.

25.11.2002 15:10
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