MobilCom schreibt UMTS-Lizenz ab
- Milliardenverlust im dritten Quartal
- 9,9 Mrd. Euro UMTS-Vermögen abgewertet
Das Mobilfunkunternehmen MobilCom hat die Kosten für seine UMTS-Lizenz und die bisherigen Investitionen in ein neues Netz vollständig abgeschrieben und dadurch einen Milliardenverlust verbucht. Der Verlust vor Zinsen und Steuern betrug im dritten Quartal dieses Jahres 2,9 Mrd. Euro, teilte MobilCom mit.
Im Stammgeschäft Mobilfunk betrug der Verlust 40,6 Mio. Euro. Trotz der schwierigen Situation des Unternehmens sei die Zahl der Kunden stabil geblieben.
Wie das Büdelsdorfer Unternehmen weiter mitteilte, beliefen sich die Abschreibungen auf das vollständige UMTS-Vermögen auf 9,9 Mrd. Euro. Im Gegenzug sei ein Ausgleichsanspruch gegenüber der France Telecom von 7,1 Mrd. Euro aktiviert worden, so dass das Ergebnis im Saldo mit 2,8 Mrd. Euro belastet worden sei. Der französische Telefonkonzern hatte MobilCom im Rahmen eines Rettungspakets zugesagt, sieben Mrd. Euro Schulden von seinem einstigen Partner zu übernehmen.
Den Umsatz für das dritte Quartal bezifferte Mobilcom auf 518,8 Mio. Euro. Damit lag der Umsatz etwas unter dem des zweiten Quartals von 520 Mio. Euro. Die Zahl der Mobilfunkkunden sei trotz der schwierigen Unternehmenssituation mit 4,9 Mio. stabil geblieben, teilte Mobilcom mit.
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