Sonntag, 1. Dezember 2002

Wortgefecht in der Pressekonferenz nach Austria - GAK

  • Daum: "Das ist ein Kindergarten hoch zehn"
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Die Austria holte in den 21 Runden der Bundesliga-Herbstsaison 13 Punkte Vorsprung auf die ersten Verfolger, die SV Pasching (weiterhin überraschend) und Sturm Graz heißen. Mit dem im Finish noch stark gefährdeten 2:1 (1:0) am Sonntag im Horr-Stadion gegen den GAK feierten die Wiener ihren 14. Saisonsieg und setzten gleichzeitig der Erfolgsserie ihres am 4. Oktober gefeuerten Ex-Trainers Walter Schachner als GAK-Coach ein Ende. Der Steirer war vor diesem 1. Dezember in sieben Spielen (vier Siege, drei Remis) ungeschlagen gewesen und hatte die "Schoko"-Tabelle angeführt.

In der Pressekonferenz nach dem Spiel im Horr-Stadion war nicht nur das Match ein Thema. Walter Schachner hatte seinen Co-Trainer Günther Gorenzel, der auch Sportwissenschafter ist, mitgebracht. Dieser arbeitete mit Schoko schon bei der Austria zusammen und verließ den Klub erst einige Zeit nach seinem Chef Richtung Graz.

Schokos Co plauderte aus der Schule
Gorenzel sprach von der Schere zwischen Belastungsfähigkeit der Mannschaft und Belastungsintensität im Training selbst als Problem. Weiters von im internationalen Maßstab geringeren Richtwerten, die ihm seinerzeit Christoph Daum gesagt habe, von den nicht top befindlichen Grundlagen-Ausdauerwerten, die im Winter korrigiert werden sollten. Beim GAK hätte man in sechs Wochen Rückstände aufgeholt.

Svetits unter Schachner-Beschuss
Daum reagierte heftig. "Ich erlebe hier ein Novum. Diese Aussagen will ich gar nicht kommentieren, weder den Ablauf noch den Inhalt. Das ist ein Kindergarten hoch zehn , da mache ich nicht mit. Das macht man nicht unter Trainerkollegen", meinte der Deutsche. Schachner wiederum schoss eine Breitseite gegen einen gewissen Sportdirektor ab, auf dessen Niveau er sich nicht begeben wollte. Peter Svetits - bei der PK nicht dabei - meinte wiederum, er verstehe zwar, dass Schachner enttäuscht wäre, aber dieser könne sich gar nicht auf sein Niveau hinunter begeben, weil seines doch über dem des Trainers läge.

1.12.2002 20:23