Samstag, 30. November 2002

5:0-Sieg der Innviertler gegen überforderte Kärntner

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Zum Abschluss der drei Samstag-Spiele der 21. Runde der Fußball-T-Mobile Bundesliga kam Ried zu einem 5:0 (3:0)-Kantersieg gegen den FC Kärnten. Günter Steininger (14.), Zeljko Radovic (37. und 56.), Muhammed Akagündüz (39.) und Herwig Drechsel (88./Elfmeter) fixierten vor 4.000 Zuschauern den vierten zu Null-Erfolg in Serie im heimischen Rieder Stadion. Die Gäste hingegen enttäuschten unter der Amtszeit von Rüdiger Abramczik einmal mehr auf allen Linien und verloren Heimo Vorderegger (88.) durch Gelb-Rot.

Die Hausherren übernahmen von Beginn an das Kommando, gewannen fast alle Zweikämpfe und setzten die in der Defensive Ersatz geschwächten Kärntner immer wieder unter Druck. Nach einer knappen Viertelstunde schlug es dann erstmals im Tor von Alexander Schenk ein: Steininger setzte sich im Kopfball-Duell mit Thomas Ambrosius durch und verwertete den Eckball von Herwig Drechsel zur verdienten Führung.

Solo von Ried
Marijo Maric hatte nach 16 Minuten die einzige Chance der Kärntner in den ersten 45 Minuten, dann aber spielten nur noch die Rieder. Fast logisch fielen die weiteren Treffer, zunächst scheiterte noch Akagündüz per Kopf an Schenk (34.) aber dann setzte Radovic den Ball nach Steininger-Vorarbeit aus der Drehung ins Netz (37.) und Akagündüz nutzte zwei Minuten später einen Fehler von Schenk, der zu weit aus dem Tor gekommen war, zum 3:0.

Drechsel ausgeschlossen
Auch nach dem Wechsel ging es in der selben Tonart weiter, bei einem Freistoß ließ sich Walter Kogler von Drechsel überraschen, der den Ball ideal zur Mitte brachte und Radovic sagte aus kurzer Distanz Danke (56.). Erst jetzt kamen die Kärntner durch Höller (63.) und Zuleta (75.) zu Möglichkeiten, den Schlusspunkt setzten aber wieder die Innviertler: Vorderegger sah nach Strafraum-Attacke an Drechsel Gelb-Rot und der Regisseur verwertete den Foulelfmeter zum 5:0, womit die Rieder auch in der Tabelle noch Rapid überholten und auf Rang vier überwintern. Kärnten liegt auf Platz acht, aber mit solchen Leistungen warten schwere Zeiten.

Rüdiger Abramczik (Kärnten-Trainer): "Ich bin bitter enttäuscht, wir sind vorgeführt worden. Die Einstellung war katastrophal, da gibt es nichts zu beschönigen. Ich bin kein Zauberer, jetzt gilt es die Winterpause zu nutzen um konditionelle Mängel zu beseitigen, denn die Mannschaft ist total leer."

Gerhard Schweitzer (Ried-Coach): "Wir haben uns vorgenommen mit 30 Punkten zu überwintern, der vierte Tabellenplatz ist das Sahnehäubchen. Wille und Einsatzbereitschaft waren top, wir haben ein kleines Feuerwerk abgebrannt. Wir haben es geschafft, wieder zu unserer Heimstärke zu finden."

SV Ried - FC Kärnten 5:0 (3:0)
Rieder Stadion, 4.000, SR Sowa.

Tore: 1:0 (14.) Steininger, 2:0 (37.) Radovic, 3:0 (39.) Akagündüz, 4:0 (56.) Radovic, 5:0 (88.) Drechsel (Elfmeter)

Ried: Oraze - Glasner - Nentwich, Steininger - Kührer, Angerschmid, Drechsel, Feichtinger, Ortlechner (66. Laimer) - Akagündüz (83. Sidibe), Radovic (77. Stockinger)

Kärnten: Schenk - W. Kogler - Rohseano, Lamprecht (53. Pilipovic) - Kolvidsson (59. Steiner), Zuleta, Vorderegger, Hota, Höller (70. Schellander) - Ambrosius, Maric

Gelb-Rote Karte: Vorderegger (88.)
Gelbe Karten: Radovic, Kührer bzw. Kolvidsson
Die Besten: Drechsel, Akagündüz, Angerschmid, Steininger bzw. Keiner

30.11.2002 19:26