Freitag, 29. November 2002

6:3 des Rekordmeisters im trefferreichsten Saisonspiel

  • Triple von Rene Wagner und Doppelpack von Hofmann
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Eine Torflut erlebten 5.000 Zuschauer im Bregenzer Casino-Stadion am Samstag zum Abschluss der Herbstsaison in der Fußball-T Mobile-Bundesliga. Rapid kam im bisher trefferreichsten Spiel der laufenden Meisterschaft zu einem 6:3 (2:2)-Sieg und feierte damit den dritten Saisonsieg gegen die Vorarlberger. Der zuvor noch torlose Rene Wagner mit drei Treffern (25., 61. und 66.), Steffen Hofmann mit einem Doppelpack (4. und 70.) und Stefan Kulovits (92.) waren die Torschützen für den Rekordmeister, Laszlo Klausz (27.), Peter Hlinka (39.) sowie Axel Lawaree (78.) mit seinem 16. Saisontor trafen für die Gastgeber.

Trotz des Ausfalls von Top-Scorer Roman Wallner suchte Rapid bei Dauerregen und tiefem Boden von Beginn an das Heil in der Offensive. Vor allem in der Mitte war Bregenz immer wieder offen und zudem schon nach vier Minuten mit 0:1 zurück: Steffen Hofmann setzte sich nach einer Flanke im Strafraum-Duell durch und sorgte für die frühe Führung der Hütteldorfer. Es war Tag der offenen Tür in beiden Hintermannschaften: Wagner (11.) bzw. auf der Gegenseite Klausz (13.) und Lawaree (20.) - er wurde hinsichtlich belgische Nationalelf beobachtet - hatten bereits weitere Möglichkeiten, ehe Rene Wagner endlich seine "Torsperre" beendete.

Bregenz gelang der Ausgleich
Der Tscheche, einst Torschützenkönig, wurde von Prisc freigespielt und traf vom 16er ins Eck zum 0:2 (25.). Bregenz aber kam nur zwei Minuten später durch einen Kopfball von Klausz nach Pedersen-Freistoß zum 1:2 und drängte danach vehement auf den Ausgleich. Zunächst scheiterte noch Lawaree an Maier (38.), aber eine Minute danach erzielte Hlinka nach Klausz-Ablage das 2:2.

Vorarbeit von Herzog
Nach dem Wechsel hatten die Hausherren durch Pedersen sogar die Möglichkeit zur Führung (52.), aber dann wurden die Schwarz-Weißen kalt erwischt. Zweimal leistete der starke Andi Herzog die ideale Vorarbeit für Wagner, der zu seinen Treffern zwei (61.) und drei (66.) verwertete. Der Tscheche durfte damit zum zweitenmal nach dem 4:2 gegen den FC Linz am 16. April 1997 drei Bundesliga-Tore bejubeln.

Kulovits machte halbes Dutzend voll
Nach Wagner-Vorlage stellte Hofmann gar auf 5:2 (70.), aber auch Bregenz durfte noch mal: Lawaree war nach Ikanovic-Flanke per Kopf zur Stelle (78.). Den Schlusspunkt setzte aber wieder Rapid. Herzog ging in der Nachspielzeit unwiderstehlich durch, hatte allerdings Pech und traf nur die Stange, der eingewechselte Stefan Kulovits war aber mit einem Nachschuss zu seinem ersten Bundesliga-Treffer zum 6:3-Endstand erfolgreich. Ein halbes Dutzend Tore hatten die Grün-Weißen zuletzt am 28. April 2001 beim 6:0-Kantersieg gegen den LASK erzielt.

Josef Hickersberger (Rapid-Trainer): "Wir haben gewusst, Bregenz ist spielstark und kann nach vorne viel bewirken. Hinten haben die Vorarlberger aber Schwächen und das haben wir heute ausgenützt. Ich kann der Mannschaft für das Offensiv-Spektakel nur danken, neun Tore sieht man nicht alle Tage. Mit dem Abschluss der Herbstsaison bin ich sehr zufrieden."

Andi Herzog: "Es war klar, dass wir viele Treffer machen müssen, weil Bregenz kann immer mit Toren antworten. Es freut mich besonders, dass Rene Wagner und Stefan Kulovits ihre ersten Saisontore gemacht haben."

Regi van Acker (Bregenz-Coach): "Wir bekommen sieben lange Bälle und diese sind sieben Chancen für den Gegner. Das waren heute meine letzten Abwehrspieler, ich hatte keine Auswahl mehr. Drei Tore zu schießen und keinen Punkt zu holen ist brutal."

SW Bregenz - Rapid Wien 3:6 (2:2)
Casino-Stadion, 5.000, SR Falb

Tore: 0:1 (4.) Hofmann,0:2 (25.) R. Wagner, 1:2 (27.) Klausz (Kopfball), 2:2 (39.) Hlinka, 2:3 (61.) R. Wagner, 2:4 (66.) R. Wagner, 2:5 (70.) Hofmann, 3:5 (78.) Lawaree (Kopfball), 3:6 (92.) S. Kulovits

Bregenz: Tolja - Pircher (83. E. Akwuegbu) - Ikanovic, L. Unger - Pedersen, E. Kulovits, S. Aslan, Hlinka, Mattle (52. Nzuzi) - Lawaree, Klausz

Rapid: Maier - Markus Hiden, Schießwald, Adamski, Jazic - Hofmann (79. Sturm), Prisc (81. Saler), Knez, Ivanschitz (70. S. Kulovits) - R. Wagner, Herzog

Gelbe Karten: Ikanovic bzw. R. Wagner, Schießwald
Die Besten: Aslan, Klausz bzw. Hofmann, R. Wagner, Herzog

29.11.2002 14:53