Punkteteilung im Verfolgerduell
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Sturm Graz kann gegen Pasching nicht gewinnen. Die Steirer mussten sich am Sonntag im Duell um Platz zwei gegen den Aufsteiger vor fast 11.000 Zuschauern im Schwarzenegger-Stadion mit einem 1:1 (1:0) begnügen. Amoah brachte Sturm mit 1:0 in Führung (32.), Sarac erzielte via Querlatte und Rücken von Torhüter Weber den verdienten Ausgleich (66.). Damit blieb Sturm auch im vierten Spiel gegen die Oberösterreicher sieglos, mit einem Punktezuwachs in der vorgezogenen Partie am Mittwoch gegen SV Salzburg könnten die Grazer aber doch noch auf Rang zwei überwintern.
Im Cup setzte sich im April 2000 der damalige Regionalligist Pasching gegen Sturm sensationell im Elfmeterschießen durch, in der laufenden Saison gewann der Aufsteiger 3:1 und 2:0. Und auch diesmal wehrte sich die Mannschaft von Georg Zellhofer erfolgreich.
Rasanter Beginn von Sturm
Die Grazer begannen zur Freude der Fans mit einem Sturmlauf. Nach großen Chancen von Amoah (14./Stange) und Neukirchner (15.) kam Pasching aber besser ins Spiel und durch Hörtnagl (27.) und Sarac (30.) auch zu Möglichkeiten auf die Führung. Wie zuletzt schon gegen die Austria und Lazio sorgte aber Amoah, der seit dem UEFA-Cup-Spiel gegen Lewski Sofia seinen wieder Torinstinkt gefunden hat, für den ersten Treffer. Nach herrlicher Flanke von Szabics köpfelte der Ghanaer mit seinem fünften Saisontor zum 1:0 ein (32.).
Pasching nach der Pause stark
Nach dem Seitenwechsel allerdings war von Sturm nichts mehr zu sehen. Pasching machte das Spiel, mit der Einwechslung von Mair für Teamspieler Kahraman (56.) brachte Trainer Georg Zellhofer zusätzlichen Schwung. Mair, der in der 60. Minute nur das Außennetz traf, leitete wenig später auch den verdienten Ausgleich ein. Seine Flanke köpfelte Sarac an die Latte, der Ball sprang von dort Torhüter Weber auf den Rücken und zum 1:1 ins Tor (66.).
Chancen vergeben
In der Schlussphase hatten Mujiri (76.) bzw. Riegler (81.) jeweils Chancen auf den Siegestreffer, allerdings waren sowohl Pasching-Torhüter Schicklgruber als auch dessen Gegenüber Weber auf dem Posten.
Franco Foda (Trainer Sturm): "Meine Mannschaft hat nach der relativ guten ersten Hälfte nach der Pause nur reagiert statt agiert. Sie hat sich hinten hineindrängen lassen und Pasching aufgebaut, wodurch sich die Gäste den Punkt verdient haben. Obwohl es um den zweiten Platz gegangen ist, hat mein Team zu wenig getan. Vielleicht waren einige müde vom Donnerstag, aber das lasse ich nicht gelten. In der Winterpause müssen wir daran arbeiten, dass man sich mental ändert."
Georg Zellhofer (Trainer Pasching): "Ein großes Kompliment an mein Team, es hat trotz zahlreicher Verletzter großen Kampfgeist gezeigt und meine Anweisungen zu hundert Prozent befolgt. Wir waren dem Sieg näher als die Grazer, man hat Sturm das schwere Spiel vom Donnerstag angemerkt. Wir wollten als Zweite von Graz wegfahren, das haben wir geschafft und insgesamt sieben Punkte gegen Sturm geholt."
Hannes Kartnig (Sturm-Präsident): "Jetzt habe ich endgültig genug, im Winter werde ich zwei Verteidiger und einen Tormann holen. Die Prämie für den einen Punkt wird gestrichen, denn was die Spieler in der zweiten Hälfte geboten haben, war eine Frechheit."
SK Sturm Graz - SV Pasching 1:1 (1:0)
Graz, Schwarzenegger-Stadion, 10.780, SR Kern
Tore: 1:0 (32.) Amoah, 1:1 (66.) Sarac
Sturm: Weber - Golemac - Neukirchner, Strafner - Dag, Korsos, Masudi (63. Wetl), Brzeczek (78. Rauter), Rojas - Szabics, Amoah (63. Mujiri)
Pasching: Schicklgruber - Metlitzkij - Knabel, Wisio - Huspek (66. Kafkas), Riegler, Kovacevic, Alex Hörtnagl, Sarac - Glieder (38. Mühlbauer), Kahraman (56. Mair)
Gelbe Karten: Strafner bzw. Hörtnagl, Huspek, Mühlbauer
Die Besten: Brzeczek , Strafner bzw. Sarac, Metlitskij
