Eberharter nervös wie mit 20, aber weiter erfolgreich
- Tiroler fuhr in Lake Louise zum 18. Weltcupsieg
- PLUS: Alles über die neue Ski-Weltcup-Saison 2002/03!
·Bravo Steff!
Eberharter siegt im Super G vor Strobl
·Bravo Hermann Maier & Co.!
Gratulieren Sie hier unseren Ski-Stars!
·Die Sieger
Alle Stockerlplätze der Herren 2002/03
·DURCHKLICKEN
Sie sollen unsere Ski-Siege holen!
·Der Weltcup - die Saison 2003/04
Alle Tabellen & Stände im Überblick
·DURCHKLICKEN
Alles Wissenswerte zum Saisonauftakt
·Ihre Meinung!
Ski-Weltcup 02/03: Diskutieren Sie mit!
Stephan Eberharter hat am Samstag in Lake Louise eindrucksvoll bestätigt, dass er die Herrschaft im alpinen Ski-Weltcup im Allgemeinen und in der Abfahrt im Speziellen nicht abgeben will. Der 33-jährige Tiroler startete in die Abfahrts-Saison wie er sie im Vorjahr begonnen und Anfang März beendet hatte: Mit seinem insgesamt 18. Weltcup-Sieg (richtig), dem zweiten in dieser Saison nach dem Riesentorlauf-Triumph in Sölden und neunten in der Königsdisziplin, übernahm der ehrgeizige Zillertaler auch wieder die Führung im Gesamt-Weltcup.
Wer aber dachte, dass ein Routinier wie Eberharter die Herausforderung der ersten Abfahrt der WM-Saison ganz cool angeht, lag falsch. "Ich hatte ein nervöses Gefühl im Magen als wäre ich 20 und noch ein junger Bursche", gab ein glücklicher "Steff" zu. Der Schwierigkeitsgrad sei schon gewaltig gewesen. "Für die erste Abfahrt des Winters war es sehr schwer, sehr eisig und schnell. Ich musste die beste Linie wirklich suchen", erklärte der Riesentorlauf-Olympiasieger, der eine österreichische Armada anführte. Alle elf Österreicher unter den Top 15, auch für die erfolgsverwöhnte ÖSV-Equipe keine Selbstverständlichkeit.
Aamodt verhinderte ÖSV-Meisterschaft
Nur Kjetil-Andre Aamodt verhinderte einen Fünffach-Sieg der Skisport-Nation Nummer eins. "Auch wir kommen voran und haben einige junge Talente", sagte Aamodt, "aber es wird schwierig sein, so zu dominieren wie die Österreicher, denn dort ist Ski der Nationalsport und nur die Besten schaffen den Sprung in die Mannschaft."
"Oldies" am Siegespodest
Darunter natürlich auch Weltmeister Hannes Trinkl, der mit 34 Jahren der Älteste im Weltcup-Zirkus ist. Wie überhaupt auffällig ist, dass mit Eberharter, Trinkl und Aamodt (31) drei Routiniers jenseits der 30 auf dem Siegespodest standen. In der Abfahrt zählt der Faktor Erfahrung wohl noch mehr als in anderen alpinen Disziplinen.
Trinkl scharf auf Sieg
Der zweitplatzierte Trinkl, der auf Eberharter schon 0,49 Sekunden Rückstand aufwies, war mit Startnummer zwei ins Rennen gegangen und hielt bis zur Nummer 15 die Führung. "Ich hoffe, ich kann ihn in der nächsten Abfahrt schlagen", sagte der Oberösterreicher.
Bode Miller überraschte
Aus internationaler Sicht überraschte vor allem Bode Miller. Mit der hohen Startnummer 30 als Trainings-Schnellster fuhr er auf Platz sieben. Der US-Amerikaner war zuvor noch nie unter die Top 20 einer Weltcup-Abfahrt gekommen. Diese Steigerung könnte im Kampf um den Gesamt-Weltcup gegen Eberharter noch ein wichtiger Faktor werden. Doch daran denkt Eberharter derzeit freilich überhaupt noch nicht, er genoss seinen Erfolg. Lake Louise liegt ihm, hier hat er vor zwei Jahren auch seinen ersten von mittlerweile neun Abfahrtssiegen gefeiert. "Vom Tempo her ist die Strecke fast vergleichbar mit Kitzbühel. Für mich ist es eine der schönsten Pisten im Weltcup überhaupt", meinte er.
Neue Startregel weiter ein Thema
Trotz aller Dominanz ist das Thema neue Startregel für das ÖSV-Team noch nicht erledigt. "Wir haben uns unsere Startpositionen Jahre lang erarbeitet und werden nun dafür bestraft", ließ Eberharter auch in der Stunde des Triumphs kein gutes Haar an der Entscheidung der FIS.
| Herren-Abfahrt Lake Louise: | ||||
| 1. | Stephan Eberharter | AUT | 1:42,61 | |
| 2. | Hannes Trinkl | AUT | 1:43,10 | +0,49 |
| 3. | Kjetil-Andre Aamodt | NOR | 1:43,45 | +0,84 |
| 4. | Josef Strobl | AUT | 1:43,67 | +1,06 |
| 5. | Fritz Strobl | AUT | 1:43,93 | +1,32 |
| 6. | Michael Walchhofer | AUT | 1:43,94 | +1,33 |
| 7. | Bode Miller | USA | 1:43,96 | +1,35 |
| 8. | Peter Rzehak | AUT | 1:44,03 | +1,42 |
| 9. | Didier Defago | SUI | 1:44,11 | +1,50 |
| 10. | Werner Franz | AUT | 1:44,18 | +1,57 |
| 11. | Thomas Graggaber | AUT | 1:44,21 | +1,60 |
| 12. | Klaus Kröll | AUT | 1:44,22 | +1,61 |
| 13. | Andreas Buder | AUT | 1:44,24 | +1,63 |
| 14. | Kurt Sulzenbacher | ITA | 1:44,26 | +1,65 |
| 15. | Andreas Schifferer | AUT | 1:44,58 | +1,97 |
| 16. | Marco Büchel | LIE | 1:44,68 | +2,07 |
| 17. | Kenneth Sivertsen | NOR | 1:44,73 | +2,12 |
| 18. | Franco Cavegn | SUI | 1:44,78 | +2,17 |
| 19. | Ambrosi Hoffmann | SUI | 1:44,80 | +2,19 |
| 20. | Alessandro Fattori | ITA | 1:44,90 | +2,29 |
| . | Antoine Deneriaz | FRA | 1:44,90 | +2,29 |
| 22. | Didier Cuche | SUI | 1:44,94 | +2,33 |
| 23. | Sebastien Fournier | FRA | 1:44,98 | +2,37 |
| 24. | Daron Rahlves | USA | 1:45,01 | +2,40 |
| 25. | Roland Fischnaller | ITA | 1:45,16 | +2,55 |
| 26. | Bruno Kernen | SUI | 1:45,19 | +2,58 |
| 27. | Claude Cretier | FRA | 1:45,22 | +2,61 |
| 28. | Daniel Züger | SUI | 1:45,23 | +2,62 |
| 29. | Fredrik Nyberg | SWE | 1:45,27 | +2,66 |
| 30. | Peter Pen | SLO | 1:45,49 | +2,88 |
Ausgeschieden u.a.: Marco Sullivan (USA) , Patrick Staudacher (ITA) , Patrik Järbyn (SWE
