Anti-Gewalt-Kommission will Stadionsperre für Barca

Wegen der Ausschreitungen während des Schlagerspiels zur spanischen Fußball-Meisterschaft zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid (0:0) hat eine staatliche Kommission dafür plädiert, das Camp-Nou-Stadion für maximal einen Monat zu sperren. Außerdem solle ein Disziplinarverfahren gegen den Barca-Präsidenten Joan Gaspart eingeleitet werden, schlug die spanische Kommission zur Bekämpfung der Gewalt in Sportarenen am Mittwoch in Madrid vor.
Im Duell der Erzrivalen am vergangenen Samstag hatten Barca-Anhänger den Real-Profi Luis Figo mit Gegenständen beworfen. Vor seinem Wechsel zu den Madrilenen hatte der Portugiese fünf Jahre für die Katalanen gespielt. Das Spiel musste für 16 Minuten unterbrochen werden, weil Figo wegen des Hagels von Gegenständen einen Eckball nicht ausführen konnte. Er war mit Plastikflaschen, Billardkugeln, Feuerzeugen und dem Kopf eines Spanferkels beworfen worden. Gaspart warf dem Portugiesen später vor, die Ausschreitungen provoziert zu haben. Dies wurde von der Kommission als Aufruf zur Gewalt gewertet.
Ob das Camp Nou gesperrt wird, entscheidet der Wettbewerbsausschuss des spanischen Fußballverbands (RFEF) voraussichtlich Ende dieser oder Anfang nächster Woche. Der Ausschuss hatte gegen den Klub bereits ein Verfahren eingeleitet. In einer ersten Stellungnahme plädierte er ebenfalls für eine Stadionsperre.
