Sonntag, 1. Dezember 2002

42 Menschen in Bangladesch totgetrampelt

  • Bei Gratis-Kleiderverteilung

Mindestens 42 Menschen sind in Bangladesch bei der Verteilung kostenloser Kleider an Arme im Gedränge totgetrampelt worden. Die meisten der Opfer seien Frauen und Kinder, gab die Polizei in der Stadt Gaibandha am Sonntag bekannt. Mehrere Dutzend Menschen seien zum Teil schwer verletzt in Krankenhäuser gebracht worden. Ein weiteres Ansteigen der Zahl der Toten sei deshalb zu befürchten.

Mohammed Wahid, Eigentümer einer Textilfabrik in dem 300 Kilometer nördlich der Hauptstadt Dhaka gelegenen Gaibandha, hatte am Samstag angekündigt, gemäß der Tradition im moslemischen Fastenmonat Ramadan Kleider an Arme verteilen zu lassen. Eine Menge von 10.000 Menschen aus den Hüttensiedlungen der Stadt drängte sich deshalb vor seinem Haus.

Als am Sonntag bekannt gegeben wurde, dass die Kleider nicht vor dem Wohnhaus, sondern in einem Lagerhaus ausgegeben würden, versuchten die Menschen so rasch wie möglich dorthin zu gelangen.

1.12.2002 15:25