Uralt-Tanker "Byzantio" in Rotterdam angekommen
- Heftige Proteste von Greenpeace
Begleitet von Protesten ist am Mittwoch der mit 53.000 Tonnen Schweröl beladene Tanker "Byzantio" im Hafen von Rotterdam angekommen. Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace kletterten dort an Bord des nur mit einem einfachen Rumpf ausgestatteten 26 Jahre alten Schiffes und kennzeichneten es mit einem Spruchband als "Oil hazard" ("Öl-Gefahr").
Das Schwesterschiff des vor der spanischen Küste gesunkenen Tankers "Prestige" dürfe mit seiner gefährlichen Fracht ohne eine zweite Hülle gar nicht mehr eingesetzt werden, begründete eine Greenpeace-Sprecherin den Protest. Das von der Crown Resources AG (Schweiz) gecharterte Schiff war in Estland zu einer Fahrt durch europäische Meere nach Asien gestartet. Französische Behörden hatten gedroht, nach der Ölkatastrophe mit der "Prestige" dem alten Tanker wegen seiner Gefährlichkeit für die Umwelt die Durchfahrt durch den Kanal zu verweigern.
Unklar war am Mittwoch, ob die "Byzantio" in Rotterdam einen Teil ihrer Ladung löschen wird. Nach französischen Presseberichten war erwartet worden, dass dies im belgischen Hafen Antwerpen geschehen soll.
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