Aufklärung und Hilfe am Welt-Aids-Tag
- Bereits 42 Millionen Menschen leben mit dem HI-Virus
- Derzeit 883 Aids-Patienten in Österreich
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UNICEF: 13,4 Mill. Kinder weltweit
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Hohe Aidsrate in der Karibik
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AIDS-Statistik für Österreich
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Chronologie: Krankheit erst 1981 erkannt
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Aids - bereits eine weltweite Seuche
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Aids-Medikament?
·Hintergrund-Info:
So tötet das HI-Virus
Aids ist schwere Störung des Immunsystems
Millionen Menschen haben am Sonntag weltweit mit Gebeten und Kundgebungen den Welt-Aids-Tag begangen. Sie äußerten die Hoffnung, dass die Ausbreitung der Immunschwächekrankheit unter Kontrolle gebracht werden kann. Südafrika, das am schwersten von Aids betroffene Land, gedachte mit einer Massenbestattung von Babys der jüngsten Opfer. "Wir zollen all den Kindern Tribut, die in unserer Obhut verstorben sind", sagte ein Redner bei der Trauerfeier in Johannesburg.
In China wies die Regierung eine Million Studenten an, eine Kampagne zu starten, um der Bevölkerung die Gefahren von Aids bewusst zu machen. In Großbritannien warnten Gesundheitsexperten vor einem alarmierenden Anstieg der Infektionen.
Nach jüngsten Schätzungen der Vereinten Nationen (UNO) sind weltweit mehr als 40 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert, das Aids auslösen kann. Die meisten von ihnen leben südlich der Sahara in Afrika. In diesem Jahr werden der UNO zufolge rund 3,1 Millionen Menschen an Aids sterben und sich etwa fünf Millionen mit dem Virus infizieren.
Man könne nicht länger zwischen denen unterscheiden, die mit HIV leben und denen, die nicht infiziert seien, sagte Südafrikas Vize-Präsident Jacob Zuma. "Wir alle leben mit der Krankheit und sind in vielerlei Hinsicht betroffen."
Im südlichen Afrika sind rund 30 Millionen Menschen mit HIV infiziert. Die Region leidet nicht nur wegen einer Dürre an Nahrungsmittelknappheit, sondern auch, weil viele Landarbeiter an Aids sterben. Millionen Kinder wurden zu Waisen, die durchschnittliche Lebenserwartung sinkt und der ohnehin anfälligen Wirtschaft der Region gehen Milliarden Dollar verloren.
Die größten Zuwachsraten bei HIV-Infektionen gibt es derzeit in Osteuropa und Asien mit bisher rund 1,2 Millionen Aids-Fällen. China und Indien werden von Experten als tickende Aids-Zeitbomben bezeichnet. In China sind der UNO zufolge eine Million Menschen mit HIV infiziert. Die Zahl könnte bis zum Ende des Jahrzehnts auf zehn Millionen steigen, falls keine Gegenmaßnahmen getroffen würden.
Britische Forscher warnten vor einer neuen Aids-Welle auch in den Industrienationen. Die Zahl der HIV-Infektionen in diesem Jahr in Großbritannien sei wahrscheinlich um 20 Prozent gestiegen, teilten britische Behörden mit. "Wir bewegen uns in die falsche Richtung, und das ist extrem Besorgnis erregend", sagte Barry Evans vom Public Health Laboratory Service.
Im Zentrum der Kampagnen zum Welt-Aids-Tag standen eine verbesserte Medikamentenversorgung, Aufklärung und Prävention. So schrieb der frühere US-Präsident Bill Clinton in der "New York Times", 95 Prozent aller Aids-Kranken weltweit müssten ohne Behandlung auskommen. "Wenn die Medizin Aids von einem Todesurteil in eine chronische Krankheit umwandeln und die Übertragung von Mutter zu Kind reduzieren kann, wird die Vorenthaltung von Behandlung künftigen Historikern als mittelalterlich erscheinen - so wie der Aderlass".
In den Entwicklungsländern seien annähernd sechs Millionen Aids-Kranke ohne Behandlung. Die Medikamente seien teuer und könnten von den Betroffenen in den ärmsten Ländern nicht bezahlt werden. Clinton appellierte an die Politik, die Pharmaindustrie zu drängen, Medikamente zu erschwinglichen Preisen bereitzustellen.
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