Bomben-Angst: Terror-Alarm auf den Philippinen!
- Wie am 11. September: El-Kaida plante Hochhaus-Attentat!
- Australien, EU & Kanada schließen diplomatische Vertretungen
Wieder Angst vor Bomben und Terror auf den Philippinen! "Es gibt glaubwürdige Terrordrohungen..." El-Kaida-Mitglieder sollen die Sprengung eines Hochhauses in Manila geplant haben, in dem Büros diverser diplomatischer Vertretungen untergebracht sind. Nach Australien haben auch die EU und Kanada ihre Vertretungen geschlossen. Die Regierungen erneuerten Reisewarnungen an ihre Bürger.
Verschärfte Sicherheitsmaßnahmen wurden auch für Wahrzeichen Australiens wie die Oper in Sydney und die Hafenbrücke angeordnet, wie Außenminister Alexander Downer am Donnerstag mitteilte. Am Vorabend sei eine glaubhafte Terrordrohung islamischer Extremisten eingegangen. Die philippinische Polizei riegelte die Straße an der Botschaft ab und errichtete Straßensperren.
Anschlag in den kommenden Tagen?
Der Geheimdienstbericht sei sehr exakt, erklärte Downer. Genannt worden seien sowohl die australische Botschaft als Ort, als auch ein konkreter Zeitraum in den kommenden Tagen. Urheber der Drohungen seien islamische Extremisten, sagte Downer im australischen Fernsehen. Australiern wurde außerdem empfohlen, auf Reisen in die Philippinen möglichst zu verzichten. Konkrete Drohungen gegen die australischen Wahrzeichen gebe es aber nicht, die verstärkte Bewachung sei eine reine Vorsichtsmaßnahme, sagte der Minister. Die Botschaft werde frühestens am Montag wieder öffnen.
US-Botschaft will Freitag wieder öffnen
Die kanadische Botschaft in Manila wurde "wegen einer konkreten und glaubhaften Drohung" auf unbestimmte Zeit geschlossen, wie Sprecherin Heather Forton mitteilte. In Ottawa hieß es, die Drohungen gegen kanadische Einrichtungen hätten sich in jüngster Zeit verstärkt, und es habe vermehrt Bombenanschläge auf den Philippinen gegeben. Die US-Botschaft war am Donnerstag wegen des Thanksgiving-Feiertags geschlossen und sollte am Freitag wie geplant wieder geöffnet werden, wie Sprecherin Karen Kelley mitteilte. Besonders Vorsichtsmaßnahmen seien nicht geplant.
In der vergangenen Woche hatte es bereits eine Warnung gegeben, dass Australien "in den kommenden Monaten" Ziel eines Terrorangriffs werden könnte. Die Botschaft befindet sich in einem Hochhaus, in dem auch die Vertretung der EU untergebracht ist, die ebenfalls geschlossen wurde.
Philippinische Vertreter besorgt
Die philippinische Regierung rief Australien und Kanada auf, die Botschaften möglichst rasch wieder zu öffnen. Die Schließung schade dem internationalen Ansehen der Philippinen und der Tourismusbranche des Landes, sagte Außenminister Blas Ople nach einem Treffen mit dem australischen und dem kanadischen Botschafter am Abend. Auch philippinische Unternehmer äußerten Besorgnis über eine mögliche Abschreckung ausländischer Investoren.
Weitere Festnahmen in Zusammenhang mit Bali-Anschlag
Die indonesische Polizei nahm unterdessen vier weitere Verdächtige des Terroranschlags von Bali fest. Sie werden beschuldigt, an der Planung und Vorbereitung des Bombenanschlag auf einen Nachtclub beteiligt gewesen zu sein, wie Polizeisprecher Edward Aritonang in Jakarta mitteilte. Die Männer wurden am Mittwoch in der Provinz Banten westlich der Hauptstadt festgenommen. Bei dem Anschlag waren am 12. Oktober fast 200 Menschen getötet worden, darunter viele australische Touristen. Bisher wurden insgesamt 19 Verdächtige festgenommen.
Der als Planer der Bali-Anschläge geltende Imam Samudra hatte nach Polizeiangaben vom Mittwoch gestanden, den mutmaßlichen Drahtzieher der indonesischen Untergrundorganisation Jemaah Islamiyah, Riduan Isamuddin, besser bekannt als Hambali, zu kennen. Der Polizei zufolge verdichten sich die Hinweise, dass Jemaah Islamiyah hinter den Bali-Anschlägen steckt. Die Organisation soll Verbindungen zum El-Kaida-Netzwerk von Osama bin Laden unterhalten. Samudra war am vergangenen Donnerstag verhaftet worden. Bei den Bombenanschlägen auf Bali waren am 12. Oktober nach amtlichen Angaben mehr als 180 Menschen getötet worden.
