Unwetter in der Schweiz - Luganersee mit Rekordpegel
- Weitere Niederschläge angekündigt
·Hochwasser
Murenabgänge in Ober-Kärnten
Der Schweizer Luganersee ist am Mittwoch auf über 272 Meter angestiegen und lag damit so hoch wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr. In Morcote war die Piazza Grande überschwemmt, in Lugano und Paradiso die Uferpromenade. In Riva San Vitale standen 80 Keller unter Wasser.
In Lugano erreichte der Seepegel am Mittwochmittag 272,03 Meter. Normalerweise liegt der Lago di Lugano rund 270 Meter über dem Meeresspiegel. Von den Rekordwerten, die in den Jahren 1896 und 1951 zu großen Überschwemmungen geführt haben, ist man allerdings noch entfernt. Damals wurden 273,06 bzw. 272,91 Meter gemessen.
Der Lago Maggiore ist ebenfalls an zahlreichen Stellen über die Ufer getreten. Unter Wasser lag unter anderem die Uferpromenade von Locarno. Wurden in Locarno am Sonntag noch 195,15 Meter gemessen, so lag der Seepegel am Mittwochmittag bei 196,18 Metern. Kritisch wird die Lage für die Altstadt, wenn der See die Marke von 196,5 Metern überschreitet.
Dieses Schreckensszenario ist in der italienischen Grenzstadt Como eingetreten. Dort lag die Uferzone seit Tagen unter Wasser. Durch die Regenfälle vom Montag und Dienstag wurde nun auch die historische Altstadt überflutet. Insgesamt wurden aus der Provinz Como in über 100 Ortschaften Überschwemmungen gemeldet.
Ebenfalls unter Wasser standen der Osten Mailands sowie die Städte Verbania, Monza, Lodi und Pordenone. Zu Erdrutschen und Überschwemmungen kam es in Norditalien auch im Veltlin und in den Provinzen Lecco, Brescia und Bergamo.
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