Hochwasserlage in Kärnten hat sich entspannt
·Hochwasser
Murenabgänge in Ober-Kärnten
In Kärnten hat sich die Hochwasserlage Ende vergangener Woche etwas entspannt, weil es am Mittwoch zu regnen aufgehört hat. Die meisten Verkehrsbehinderungen konnten mittlerweile beseitigt werden.
Vor allem zwischen Hermagor und Kötschach-Mauten sind Bäche über die Ufer getreten und haben Keller unter Wasser und Schlamm gesetzt. Bei Kirchbach ist der Gail-Damm gebrochen. Etwa 50 Hektar Felder und Wiesen wurden zu einem großen See. Brücken sind auf Grund von Verklausungen unpassierbar. In Irschen ist in der Nacht eine Mure abgegangen und hat ein landwirtschaftliches Nebengebäude völlig zerstört. Das aus Holz errichtete Gebäude wurde auf die Gemeindestraße geschoben. Im Bereich Dellach/Drau droht ein Hang abzurutschen. Ein Haus wurde sicherheitshalber evakuiert. In der Nähe von Kolbnitz (Bezirk Spittal/Drau) bedrohte ebenfalls eine Mure ein Seitental.
Landeshauptmann Jörg Haider (FPÖ), Gemeindereferent Georg Wurmitzer (ÖVP) und Militärkommandant Divisionär Gert Ebner haben sich ins Katastrophengebiet begeben. Die beiden Politiker haben der betroffenen Bevölkerung bereits rasche Hilfe zur Beseitigung der Schäden über das Kärntner Nothilfswerk und den Katastrophenfonds angekündigt. Auch gehe es um die rasche Wiederherstellung der in Mitleidenschaft gezogenen Infrastruktur, sagte er. Allen Einsatzkräften und freiwilligen Helfern sprachen Haider und Wurmitzer ihren Dank für den unermüdlichen Einsatz aus.
Umweltreferent Reinhart Rohr (SPÖ) fordert im Zusammenhang mit den jüngsten Unwettern vom Bund weitere Mittel für Hochwasser- und Lawinenverbauung in Kärnten. Dies sei auf Grund der ständig zunehmenden Niederschlagsmengen erforderlich. Er habe bereits diesbezügliche Gespräche mit mit dem Umweltministerium geführt, teilte Rohr mit.
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