Gipfel als Immobilien-Basar: Delegierte kauften Häuser
- Südafrika nahm rund 1,3 Mrd. Aus Gipfel ein
Der UN-Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung Ende August in Johannesburg mag die Erwartungen vieler Umweltschützer enttäuscht haben, hat aber zumindest Südafrikas Immobilienbranche beflügelt. Mehrere Delegierte haben sich nach der bisher größen Veranstaltung der Vereinten Nationen am Kap mit Grund und Boden eingedeckt, berichtet die Zeitung "The Citizen" (Dienstagausgabe). "Bisher haben wir mehrere größere Geschäfte mit Weltgipfel-Delegierten abgeschlossen", erklärte etwa Direktor Ronald Ennik von Südafrikas führendem Immobilienunternehmen Pam Golding.
Unter den verkauften Häusern seien ein großzügiges Anwesen in dem nordöstlich von Johannesburg gelegenen Ort Kyalami für 1,6 Mio. Rand (180.000 Euro) oder ein Ferienhaus am Indischen Ozean für 700.000 Rand (80.000 Euro).
Der UN-Weltgipfel, der zehn Jahre nach dem Umweltgipfel von Rio de Janeiro stattfand, kostete Südafrikas Steuerzahler rund 550 Mio. Rand. Jedoch wurde ein Rückfluss von 1,3 Mrd. Rand durch die Buchung von Hotelzimmern, Mietwagen und sonstige Ausgaben der Delegierten erwartet.
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